Deutsche Bank im Zwiespalt: Gewinne und Ermittlungen im Fokus
Die Deutsche Bank und ihre Tochtergesellschaft DWS haben am Donnerstag nach der Präsentation ihrer aktuellen Zahlen und Aussichten unterschiedliche Entwicklungen an der Börse erlebt. Während die Anteile der Deutschen Bank um bis zu drei Prozent fielen, kletterten die Aktien der DWS um bemerkenswerte zehn Prozent und erreichten ein Rekordhoch von 63,20 Euro. Die Deutsche Bank erlebte Anfang Januar mit 34,26 Euro einen Höchststand seit zwölf Jahren, unterstützt von einem europäischen Bankenindex, der so stark ist wie seit 2008 nicht mehr.
Die jüngste Belastung für die Deutsche-Bank-Aktien resultierte aus Durchsuchungen der Frankfurter Zentrale sowie der Geschäftsräume in Berlin durch Ermittler. Im Raum steht der Verdacht auf Geldwäsche aus früheren Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen. Konzernchef Christian Sewing hat den Behörden vollständige Unterstützung zugesagt.
Trotz der Turbulenzen verzeichnete die Deutsche Bank im Jahr 2025 ein Rekordvorsteuerergebnis von 9,7 Milliarden Euro. Das Institut erreichte nicht nur das eigene Renditeziel, sondern übertraf auch die Analystenerwartungen, was die Aussicht auf eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie bietet. Geplante Aktienrückkäufe sind ebenfalls angekündigt.
Analysten loben die solide Geschäftsentwicklung, bleiben jedoch wachsam gegenüber den laufenden Ermittlungen. Der positive Trend wurde durch die starke Performance im Bereich der Vermögensverwaltung unterstützt, wie Analysten von RBC und JPMorgan hervorheben. Die Vorhaben für das Jahr 2026 scheinen auf Kurs zu bleiben, um 2028 eine Kapitalrendite von mindestens 13 Prozent zu erreichen.
Auch die DWS glänzte mit beeindruckenden Zahlen für 2025 und hat ihre Ziele für kommende Jahre angehoben. Eine Sonderdividende für DWS-Aktionäre ist für 2027 geplant. Unter dem Management der Deutschen-Bank-Tochter wurden beeindruckende Fortschritte erzielt, und die Deutsche Bank bleibt mit knapp 80 Prozent engagiert.

