Deutsche Bank auf Erfolgskurs: Herausforderungen durch Geldwäscheermittlungen
Die Deutsche Bank hat sich trotz jüngster Geldwäscheermittlungen fest im Griff, ihre beeindruckende wirtschaftliche Bilanz für das Jahr 2025 beizubehalten. Konzernchef Christian Sewing betonte in einem Schreiben an die Mitarbeiter die Entschlossenheit des Unternehmens, seinem Ziel, ein führender europäischer Finanzakteur zu werden, treu zu bleiben. Mit einem Rekordvorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro für das vergangene Jahr übertraf das Frankfurter Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.
Doch der Erfolg wird durch laufende Untersuchungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Geldwäschevorwürfen getrübt. Diese Ermittlungen, die in der Zentrale der Bank sowie in Berliner Geschäftsräumen zu Durchsuchungen führten, betreffen alte Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen, die verdächtigt werden, in Geldwäsche verwickelt zu sein. Christian Sewing versicherte den Mitarbeitern, dass die Bank vollumfänglich mit den Behörden kooperiere und bemüht sei, die Angelegenheit aufzuklären. Gleichzeitig gab es keine detaillierteren Aussagen zu laufenden Untersuchungen.
Besondere Aufmerksamkeit erhält das Unternehmen aufgrund von Geschäften des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch, dessen komplexes Firmenkonglomerat seit 2022 auf der EU-Sanktionsliste steht. Historisch hatte die Bank mehrfach mit dem Thema Geldwäsche zu kämpfen und hohe Bußgelder sowie fortwährende Überwachung durch die Finanzaufsicht Bafin erhalten. Hierbei betonte Sewing die erheblichen Investitionen der Bank in Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche, auch wenn es keine vollständige Fehlerfreiheit geben könne.
Zum Geschäftserfolg trugen besonders die Investmentbank sowie die Unternehmens- und Privatkundenbank mit einer markanten Gewinnsteigerung bei. Rekordergebnisse lieferte die Fondstochter DWS. Für die Zukunft plant die Deutsche Bank eine deutliche Erhöhung ihrer Erträge und Effizienz, mit einem Fokus auf eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent bis 2028.
Die Börse reagierte verhalten auf die Nachrichten, und die Aktie der Deutschen Bank verlor kurz vor Handelsschluss knapp zwei Prozent, nachdem sie zuvor zwischen Verlusten und leichten Gewinnen schwankte. Dennoch bleibt die übergeordnete Entwicklung positiv, da die Aktie in den letzten zwölf Monaten stark zugelegt hat. 2025 markiert das sechste Jahr in Folge, in dem das Unternehmen profitabel agiert, ein beachtlicher Erfolg unter der Führung von Christian Sewing.

