Deutsche Bahn und GDL: Gespräche über neuen Tarifvertrag haben begonnen
Die derzeit laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) starten in Berlin unter einem guten Stern. Vorerst können Fahrgäste beruhigt sein, denn bis Ende Februar herrscht Friedenspflicht, sodass keine Störungen im Fahrbetrieb zu erwarten sind. Die Gespräche gestalten sich als erster Schritt zur Etablierung eines neuen Tarifvertrags, wobei vor allem das Ziel eines fairen und tragfähigen Kompromisses im Vordergrund steht.
Martin Seiler, der Personalvorstand der Deutschen Bahn, äußerte sich zuversichtlich: Das Ziel sei es, mit einer offenen Haltung einen konstruktiven Dialog zu führen, um einen Plan für die kommenden Verhandlungsrunden zu entwickeln. Am ersten Tag wird es allerdings noch keine Angebote von der Arbeitgeberseite geben, sondern vielmehr darum gehen, den Rahmen für die kommenden Diskussionen zu stecken.
Die GDL, unter der Führung von Mario Reiß, hat die Verhandlungen mit 40 Forderungspunkten eröffnet, die sich maßgeblich auf Gehaltsthemen fokussieren. Eine zentrale Forderung ist eine Gesamterhöhung von 8 Prozent, wobei 3,8 Prozent durch direkte Gehaltsanpassungen realisiert werden sollen, der Rest durch Änderungen im Tarifsystem, wie etwa die Einführung einer neuen Tarifstufe. Der vorgesehene Zeitraum für die Umsetzung des neuen Tarifvertrags beträgt zwölf Monate. Diese Verhandlungsrunde markiert auch den Beginn eines neuen Kapitels, da sie die erste nach der Amtszeit des ehemaligen GDL-Chefs Claus Weselsky ist.

