Deutsch-niederländische Energiekooperation: EWE sichert Erdgaslieferungen aus der Nordsee
Der deutsche Energiekonzern EWE hat eine bedeutsame Partnerschaft mit dem niederländischen Erdgaskonzern One-Dyas geschlossen, um Erdgas aus der Nordsee zu beziehen und an seine Kunden in Niedersachsen zu liefern. Diese strategische Vereinbarung, die in Amsterdam unterzeichnet wurde, markiert einen bedeutenden Schritt in der Energieversorgung beider Länder.
One-Dyas, bekannt für seine kontrovers diskutierte Förderung in diesem Gebiet, hat kürzlich mit der Erdgasgewinnung aus einem der bedeutendsten Gasfelder im deutsch-niederländischen Hoheitsgebiet begonnen. Dieses liegt malerisch nördlich der Wattenmeerinseln Schiermonnikoog und Borkum. Das Potenzial dieses Gasfeldes ist erheblich: Rund 0,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas sollen noch in diesem Jahr gefördert werden, wovon ein Drittel für den deutschen Bedarf bestimmt ist. Diese Menge ergänzt die im Vorjahr erzielte heimische Förderung Deutschlands von 4,2 Milliarden Kubikmetern.
Trotz der wirtschaftlichen Chancen gibt es Bedenken von Umweltschützern, die potenzielle Schäden für das empfindliche Ökosystem des Wattenmeers befürchten. Sie haben rechtliche Schritte eingeleitet, um die Gasförderung zu stoppen. Besonders das geplante Stromkabel, das die Bohrplattform mit dem nahegelegenen Windpark Riffgat verbinden soll, steht im Zentrum der Diskussionen.
One-Dyas plant, über diese Verbindung den Strombedarf der Plattform durch Windenergie zu decken und somit die CO2-Emissionen signifikant zu senken – ein umweltfreundlicher Schritt, der derzeit noch auf Eis liegt.

