Deutsch-indische Wirtschaftsdialoge: Wadephuls Reise in das 'Silicon Valley' Indiens
Außenminister Johann Wadephul hat seine zweitägige Indien-Reise mit einem starken Fokus auf wirtschaftspolitische Themen in Bengaluru, der technologischen Hochburg des Landes, begonnen. Diese Stadt, bekannt als das 'Silicon Valley' Indiens, steht für die zunehmende Bedeutung der Informations- und Technologiebranche. Wadephul tauschte sich im Goethe-Institut mit Deutschkurslern aus, um ihre beruflichen Wünsche und Perspektiven zu verstehen – ein Signal, dass Deutschland in Indien nach Lösungen für den eigenen Fachkräftemangel sucht.
Die Bundesregierung sieht in Indien, mit seiner gigantischen Bevölkerung von rund 1,4 Milliarden Menschen, eine bedeutende Chance zur Abmilderung des Fachkräftedilemmas. Die Zusammenarbeit beider Länder könnte sowohl der indischen IT-Landschaft als auch der deutschen Wirtschaft neue Impulse verleihen. Nicht zuletzt half diese Reise, die synergetischen Möglichkeiten zwischen den beiden größten Demokratien der Welt zu erkunden.
Wadephuls Besuch beim Hauptquartier der indischen Weltraumforschungsorganisation, Isro, unterstreicht die Bedeutung wissenschaftlicher Kollaboration. Dort verfolgt er die Ambitionen Indiens, 2040 mit Astronauten den Mond zu erreichen, und die Pläne für den bemannten Raumflug 'Gaganyaan'. Der Austausch mit Wirtschaftsvertretern beim Forschungs- und Entwicklungszentrum von Mercedes-Benz und das Interesse an den deutschen Firmen SAP zeigen die intensive bilaterale Vernetzung auf. Den Besuch auf dem SAP-Campus nutzt Wadephul, um ein Besucherzentrum zu eröffnen und den Dialog mit Angestellten zu führen. Am Abend setzt der Minister seine Reise in Neu-Delhi fort, wo politische Gespräche anstehen.

