Denkst du, Bitcoins Bullenmarkt ist vorbei? Hier’s warum der Höhepunkt noch nicht erreicht ist
Die anhaltende Debatte darüber, ob die jüngsten Höhen von Bitcoin das Ende dieses Zyklus markiert haben, hat sich verstärkt. Aber laut Marktexperten deutet vieles darauf hin, dass dem nicht so ist.
Bei der Abwägung von drei wichtigen Dimensionen wie On-Chain-Daten, Liquiditätsbedingungen und technischen Indikatoren klingt dieselbe Botschaft nach – der Markt hat noch erhebliches Aufwärtspotenzial, und der endgültige Höhepunkt ist noch nicht in Sicht.
Keine Euphorie, kein Höhepunkt
Laut dem pseudonymen Kryptoanalysten Bitblaze sind Zyklus-Höhepunkte durch unverwechselbare Signale gekennzeichnet. Im Jahr 2017 und 2021 stieg Bitcoin nicht nur im Preis, sondern explodierte förmlich inmitten massiver Einzelhandels-Euphorie, institutionellen Manien, überhitzten On-Chain-Metriken und einem Höhepunkt der globalen Liquidität. Keine dieser Bedingungen ist derzeit vorhanden.
Auf der On-Chain-Seite bleiben die Indikatoren weit entfernt von den überhitzten Niveaus, die historisch mit der Erschöpfung des Zyklus verbunden sind. Der Altcoin-Saison-Index liegt bei 65, was eine Stärke zeigt, aber weit von den 90+ Werten entfernt ist, die historisch den Markthochs vorausgingen.
In ähnlicher Weise liegt Bitcoins Reserve-Risiko bei einem ultra-niedrigen Wert von 0,0023, was darauf hindeutet, dass langfristige Inhaber stark an den Wert von BTC glauben und nicht eilig verkaufen. Der MVRV Z-Score, ein weiterer für den Zyklus kritischer Indikator, liegt bei nur 2,1 im Vergleich zu den überhitzten 7-9 Niveaus bei früheren Höhepunkten.
Selbst der berühmte Pi Cycle Top Indikator zeigt keine Anzeichen von Gefahr, da die kritischen gleitenden Durchschnitte noch weit auseinanderliegen, während der 12-monatige RSI erhöht bleibt, aber nicht in der Nähe der 90-100 Zonen früherer euphorischer Höhepunkte ist. Diese On-Chain-Signale sind klar – der Markt mag stark sein, aber er ist nicht überdehnt.
Auch die Liquiditätsbedingungen erzählen eine ähnliche Geschichte. Die globale Liquidität nimmt weiter zu und wird voraussichtlich nicht vor dem ersten Quartal 2026 ihren Höhepunkt erreichen. Frühere Höhepunkte fielen mit Liquiditätsumkehrungen und einer strafferen Geldpolitik der Zentralbanken zusammen, aber heute ist der gegenteilige Trend zu beobachten, da entspannende Bedingungen weiterhin Wachstum fördern.
Bitcoins und Ethereums „Liquiditätsbänder“ bestätigen weiter, dass die aktuellen Bewertungen fair statt überdehnt sind. Da Bitcoin noch nicht über seine 167.000 $ Liquiditätsschwelle gehandelt wird und ETH immer noch unter seinem 6.100 $ Band liegt, scheinen beide Vermögenswerte noch Raum für erhebliche Wertsteigerungen zu haben, bevor sie auf echten Zykluswiderstand stoßen.
Unterdessen beschleunigt sich die US-Liquidität, die unverhältnismäßig stark Altcoins beeinflusst, mit einem Geldmengenwachstum von 4,8 % im Jahresvergleich, was das schnellste Tempo seit Mitte 2022 ist. Unter diesen Bedingungen erscheint eine Erklärung, dass sich ein Höhepunkt abzeichnet, verfrüht.
Charts deuten immer noch nach Norden
Die technische Analyse leans ebenfalls bullisch. Bitcoin-Dominanz hat gerade einen dreijährigen Aufwärtstrend verloren und zum ersten Mal seit 2021 ein bärisches Kreuz aufblinken lassen, was auf potenzielle Stärke bei Altcoins statt auf einen bevorstehenden Zusammenbruch hindeutet. ETH/BTC hat seinen Gaussian-Channel zum ersten Mal seit fünf Jahren zurückerobert, was bedeutet, dass Ethereum für weitere relative Gewinne bereit ist.
Zugleich zeigt das „Others/ETH“ Verhältnis, dass Altcoins historisch überverkauft sind, was Ansammlungszonen widerspiegelt, die im März 2020, November 2022 und April 2025 gesehen wurden – alle von ihnen kündigten explosive Rallyes an. Höhepunkte treten historisch in Momenten der Euphorie auf, nicht der Verzweiflung, und derzeit ist die Marktstimmung bestenfalls vorsichtig.

