Demokraten veröffentlichen weitere Fotos aus dem Epstein-Nachlass
Aufnahmen Epsteins mit bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur.
Zu sehen sind unter anderem Bilder von Epstein mit dem Linguisten und Philosophen Noam Chomsky, dem Regisseur Woody Allen sowie dem früheren Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon. Ein weiteres Foto zeigt Microsoft-Mitgründer Bill Gates gemeinsam mit einer Frau, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Die veröffentlichten Aufnahmen lassen nach Angaben der Abgeordneten keine strafbaren Handlungen der abgebildeten Personen erkennen.
Dokumente und Chatverlauf Teil der Veröffentlichung
Neben den Fotografien umfassen die neuen Materialien auch Abbildungen von Reisepässen und Ausweisdokumenten von Frauen aus verschiedenen Ländern. Zudem wurde ein Screenshot eines Chatverlaufs veröffentlicht, in dem ein unbekannter Absender offenbar über die Vermittlung junger Frauen spricht. In der Nachricht ist unter anderem von einer Zahlung in Höhe von 1.000 Dollar pro Person die Rede, verbunden mit der Angabe „18 Jahre alt“. Die Identität der Beteiligten sowie der konkrete Kontext der Konversation bleiben unklar.
Hintergrund: Transparenzgesetz und politische Debatte
Die Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund des sogenannten Epstein-Akten-Transparenzgesetzes (Epstein Files Transparency Act, EFTA), das der US-Kongress Mitte November nahezu einstimmig verabschiedet hatte – auch gegen den erklärten Willen von Präsident Trump. Das Gesetz verpflichtet das US-Justizministerium, bis zum Ablauf der Frist alle nicht als geheim eingestuften Unterlagen, Dokumente und Kommunikationsinhalte im Zusammenhang mit Epstein offenzulegen.
Ausgenommen von der Veröffentlichung sind Materialien zu laufenden Ermittlungen sowie solche, deren Freigabe die nationale Sicherheit beeinträchtigen könnte. Beobachter rechnen daher mit umfangreichen Schwärzungen.
Epstein-Fall bleibt politisch brisant
Jeffrey Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, über Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen missbraucht und Kontakte zu einflussreichen Persönlichkeiten gepflegt zu haben. Der Fall sorgt bis heute für politische Spannungen, insbesondere weil die Transparenzversprechen der US-Regierung aus Sicht von Kritikern nur teilweise umgesetzt wurden.
Präsident Trump steht in der Affäre unter politischem Druck, da er frühere Kontakte zu Epstein herunterspielt und zugleich Verzögerungen bei der vollständigen Offenlegung der Akten kritisiert werden. Ein persönliches strafbares Fehlverhalten konnte ihm bislang jedoch nicht nachgewiesen werden.


