Dekra trotzt der Wirtschaftsflaute und setzt auf zukunftsträchtige Themen
Die Prüfgesellschaft Dekra verfolgt weiterhin ihren Wachstumskurs und lässt sich dabei von aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen nicht bremsen. Der Fokus auf Mobilität der Zukunft, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Cybersicherheit hat sich im Jahr 2024 als entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg erwiesen, wie der Unternehmenschef Stan Zurkiewicz in Stuttgart verdeutlichte. Dies unterstreicht den erfolgreichen Wandel von der klassischen Fahrzeugprüfung hin zur Expertise in digitaler Mobilität und Softwarelösungen. Beeindruckend: Im Kerngeschäft wurden 32 Millionen Fahrzeugprüfungen durchgeführt.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, zu denen Dekra die Wirtschaftsflaute auf dem deutschen Markt und den anhaltenden Fachkräftemangel in Europa zählt, verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von 4,7 Prozent auf nahezu 4,3 Milliarden Euro. Fast alle Geschäftsbereiche trugen zu diesem Wachstum bei, wenngleich im Bereich der Zeitarbeit Rückgänge zu verzeichnen waren. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg um 4,2 Prozent auf 266 Millionen Euro.
Im Jubiläumsjahr, das Dekras 100-jähriges Bestehen markiert, wird weiteres Wachstum erwartet. Zurkiewicz prognostiziert ein erneutes Umsatz- und Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Neben traditionellen fahrzeugnahen Dienstleistungen sollen insbesondere die Sondervermögen der Bundesregierung und der EU die Nachfrage nach Infrastruktur-Prüfungen, nachhaltiger Mobilität und verteidigungsbezogener Technologie ankurbeln.
Ursprünglich zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit durch Fahrzeugüberprüfungen gegründet, hat sich Dekra mit Sitz in Stuttgart zur weltweit größten Organisation für Prüfungen, Inspektionen und Zertifizierungen entwickelt. Zuletzt betreute das Unternehmen über eine halbe Million Kunden und beschäftigte 2024 weltweit rund 48.000 Mitarbeiter – etwa 700 weniger als im Vorjahr.

