Dax zeigt sich unbeeindruckt von US-Leitzinssenkung – Oracles Ausblick bremst Erholung
Die jüngste US-Leitzinssenkung durch die Fed verpufft an den deutschen Börsen und bringt dem Dax keine neuen Impulse. Ein enttäuschender Ausblick des Software-Giganten Oracle sorgt vielmehr für eine gedämpfte Stimmung auf dem Parkett.
Am Donnerstag schätzte der Broker IG den deutschen Leitindex, wenige Stunden vor Beginn des Xetra-Handels, knapp 0,4 Prozent niedriger bei 24.025 Punkten ein. Bereits am Vortag geriet der Dax ins Stottern, nachdem er am Dienstag fast sein zwischenzeitliches Hoch von 24.200 Punkten erreicht hatte.
Die US-Notenbank hatte, wie von vielen Marktbeobachtern erwartet, den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt. Hintergrund dieser Entscheidung waren Befürchtungen um den amerikanischen Arbeitsmarkt, die die anhaltend hohe Inflation in den Hintergrund treten ließen. An der Wall Street wurde dieser Schritt zunächst wohlwollend aufgenommen.
Nach Börsenschluss änderte sich jedoch die Theaterkulisse: Oracle überraschte die Märkte mit schwachen Umsatz- und Gewinnzahlen sowie Plänen für höhere Investitionen in den Bereich Künstliche Intelligenz. Die Folge war ein Kurseinbruch der Oracle-Aktien um mehr als 12 Prozent, was auch den Software-Riesen SAP ins Visier der Anleger rückte und dessen Aktienkurs unter Druck setzen dürfte.

