Dax unter Druck: Zwischen Erleichterung und Verunsicherung an den Märkten
Nach einer bemerkenswerten Kehrtwende an den US-Börsen fand sich der Dax am Freitagmorgen erstmals seit Mai unter der 23.000-Punkte-Marke wieder. Die Freude über Nvidias starken Quartalszahlen war in New York schnell verpufft, und die fortlaufende Kurskorrektur ging in die nächste Runde. Diese Entwicklung lässt auch deutsche Anleger nicht kalt. Im frühen Handel rutschte der Dax bis auf 22.943 Punkte hinab, bevor er sich wieder in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 23.000 Punkten bewegte. Der Verlust belief sich zuletzt auf 1,2 Prozent, sodass der Leitindex aktuell bei 22.997 Punkten steht.
Trotz des Rückschlags bleibt ein stattlicher Jahresgewinn von 15,5 Prozent bestehen. Auch der MDax, der die mittelgroßen Werte abbildet, verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 1,2 Prozent, was ihn auf 28.100 Punkte drückte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 sank ebenfalls um 1,3 Prozent.
Jim Reid, Analyst bei der Deutschen Bank, verwies darauf, dass der marktbreite S&P-Index in New York die stärksten Tagesschwankungen seit den Marktturbulenzen im April verzeichnete, die durch US-Zölle ausgelöst wurden. Thomas Altmann von QC Partners stellte fest, dass saisonale Faktoren ebenfalls den Markt belasten: Viele Anleger vermeiden es, zum Jahresende hin neue Positionen einzugehen.

