DAX unter Druck: Rezessionsängste und Zinsspekulationen belasten Markt
Der DAX steht am Dienstag möglicherweise vor einem bedeutenden Rückgang, angestoßen durch erhöhte Vorsicht der Investoren. Laut Prognosen des Brokers IG könnte der Leitindex der deutschen Börse rund zweieinhalb Stunden vor dem Start des Xetra-Handels um 1,4 Prozent auf 23.255 Punkte sinken. Diese Entwicklung würde den Bruch mit einer wichtigen charttechnischen Marke bedeuten, da der DAX unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie rutschen könnte - ein Szenario, das zuletzt während einer spürbaren Korrektur im April auftrat. Außerdem droht ein Rückfall unter das Zwischentief vom September.
Noch in der Vorwoche standen die Vorzeichen günstig, als der DAX nahe daran war, seinen Oktober-Rekord von 24.771 Punkten zu testen. Doch nun sichern die Anleger vermehrt ihre Gewinne ab, zumal der Index in 2025 bisher um attraktive 18 Prozent zulegen konnte. Vor allem die Aussicht, dass die US-Notenbank im Dezember von einer weiteren Zinssenkung absehen könnte, sorgt für Nervosität, insbesondere bei zinssensitiven Wachstumswerten.
Mit Spannung erwartet der Markt nun den Quartalsbericht des KI-Giganten Nvidia am Mittwochabend. Die jüngsten Diskussionen um die Ertragskraft und Bewertungen von Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz tragen zur allgemeinen Verunsicherung bei. Zusätzlich wird der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag genauestens beobachtet, da seine Ergebnisse möglicherweise noch weitere Marktbewegungen auslösen könnten.

