Dax trotzt politischen Unsicherheiten in Frankreich: Kursanstieg und spannende Entwicklungen bei Zalando und Commerzbank
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zu Wochenbeginn robust und legte nach zwei schwachen Wochen wieder zu. Der Dax stieg um 0,89 Prozent und schloss bei 23.807,13 Punkten, während der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen umfasst, sogar um 1,48 Prozent auf 30.454,69 Punkte zulegte. Dies geschah trotz der politischen Krise in Frankreich, wo der Regierung von Premierminister François Bayrou ein Misstrauensvotum droht. Die Unsicherheiten führten zu steigenden Risikoaufschlägen bei französischen Staatsanleihen, wurden jedoch durch die geänderten politischen Rahmenbedingungen in der Eurozone relativiert, die sich im Vergleich zu den Krisenjahren Anfang der 2010er Jahre gefestigt zeigt.
In Europa zeigten die Märkte eine gemischte Entwicklung. Der EuroStoxx 50 legte um 0,8 Prozent zu, ebenso der Pariser Cac 40. London schloss mit leichten Gewinnen, während Zürich Verluste hinnehmen musste. Auch New York zeigte sich zum Handelsende Europas positiv.
Zalando führte den Dax mit einem Plus von 5 Prozent an und setzte seine Erholung fort, wobei Analysten der kanadischen Bank RBC weiteres Potenzial bei einem Kursziel von 40 Euro sehen. Rüstungstitel waren ebenfalls gefragt; Rheinmetall legte 2,7 Prozent zu, Renk 4,1 Prozent und Hensoldt 2,5 Prozent. In Konfliktregionen, wie der Ukraine, bleibt die Lage angespannt, was die Geschäftsaussichten der Branche weiterhin positiv erscheinen lässt.
Auch Commerzbank konnte mit einem Plus von 3,1 Prozent punkten. Investoren spekulieren auf eine mögliche Übernahme durch die italienische Unicredit nach Rücksetzern Ende August. RWE legte 2,3 Prozent zu, getrieben durch einen Deal, der den 25,1-prozentigen Anteil an Amprion in ein neues Gemeinschaftsunternehmen einbringt, was Analysten als attraktiv werten.
Im SDax verteuerten sich Kontron-Aktien um 3,9 Prozent, da das Unternehmen von den US-Importzöllen ausgenommen bleibt. Dagegen war Deutsche Telekom das Schlusslicht im Dax mit einem Minus von 3,8 Prozent, beeinflusst durch die schwachen Vorgaben der US-Tochter T-Mobile US. SpaceX von Elon Musk erwirbt von Echostar Mobilfunkfrequenzen, was T-Mobile US in Bedrängnis bringt. Hellofresh führte mit einem Minus von 1,8 Prozent die Verluste im MDax an, da personelle Veränderungen im Vorstand bevorstehen.

