Dax strebt mit positivem Auftakt Richtung 25.000-Punkte-Marke

Der Dax zeigt sich am Donnerstag in besserer Verfassung und scheint bereit, den Rückschlag des Vortags wettzumachen. Der vorbörsliche X-Dax gab Hinweise auf einen 0,5-prozentigen Anstieg, was einem Stand von 24.975 Punkten entspricht. Somit bleibt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten greifbar nahe, ein Ziel, das der deutsche Leitindex in dieser Woche mehrfach anvisierte, ohne es gänzlich zu überschreiten. Der Weg zum Rekordhoch von 25.507 Punkten bleibt offen.
Ein potentieller Treiber für den Markt ist die laufende Berichtssaison, die am Donnerstag mit neuen Ergebnissen aus der deutschen Unternehmenswelt aufwartet. Früh am Morgen standen Zahlen von namhaften Unternehmen wie Siemens, Mercedes-Benz, der Deutschen Börse und Thyssenkrupp im Fokus. Diese Berichte könnten die notwendige Dynamik liefern, um neue Marktentwicklungen zu unterstützen.
Analysten und Investoren blicken gespannt auf die Inflationsdaten aus den USA, die am Freitag veröffentlicht werden. Diese Zahlen sind entscheidend, um die zukünftigen geldpolitischen Schritte der US-Notenbank Fed einschätzen zu können. So hatte beispielsweise der jüngste US-Arbeitsmarktbericht für Verwirrung gesorgt, da er sowohl konjunkturelle Sorgen verstärkte als auch die Hoffnungen auf Zinssenkungen dämpfte.
Innerhalb des Dax gibt es am Donnerstag deutliche Unterschiede: Die Aktien von Siemens schossen vorbörslich fast drei Prozent in die Höhe, da der Technologiekonzern seine Gewinnprognose angehoben hatte. Der Analyst Phil Buller von JPMorgan lobte die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse der Divisionen Digital Industries und Smart Infrastructure. Andererseits musste der Autosektor, vertreten durch Mercedes-Benz, Einbußen hinnehmen. Die Aktien sanken im frühen Handel auf Tradegate um über fünf Prozent, nachdem das Unternehmen einen Gewinneinbruch bekannt gegeben hatte. Ein Händler äußerte sich enttäuscht über die Margen der Autosparte, auch wenn die Dividende nicht so stark gekürzt werde wie befürchtet. Die Papiere der Deutschen Börse zeigten sich hingegen wenig bewegt. Mit erfolgreichen Übernahmen und starken Geschäften verdiente der Börsenbetreiber mehr als jemals zuvor und kündigte die vollständige Übernahme von ISS Stoxx an. Bei Thyssenkrupp zeichnete sich ein schwächerer Start im MDax ab, bedingt durch hohe Restrukturierungskosten im Stahlgeschäft, die zu einer negativen Entwicklung im ersten Quartal führten. Ein schwacher Barmittelfluss verstärkte diesen Trend. Abwärtsgerichtete Nachrichten kommen auch vom SDax-Mitglied KWS Saat: Aufgrund einer gesenkten Umsatzprognose infolge der gedämpften Bedingungen im Agrarsektor fielen die Aktien des Saatgutherstellers vorbörslich um über vier Prozent.

