DAX stagniert trotz internationaler Unruhen: Französische Krise beeinflusst deutsche Börse kaum
Der DAX, Deutschlands Leitindex der Finanzmärkte, brachte am Montag trotz eines volatilen Handelstages keine Veränderung im Schlussstand mit sich. Die optimistischen Gewinne des Vormittags begannen am Nachmittag, mit der Eröffnung der US-Börsen, zu erodieren, wobei die US-Regierungsgeschäfte weiterhin nahezu stillstehen.
Der unverhoffte Rücktritt des französischen Premierministers Sébastien Lecornu nach nur einem Monat Amtszeit fachte Unsicherheiten an den Finanzmärkten an, zeigte jedoch geringe Auswirkungen auf den deutschen DAX. Nachdem der Index frühe Verluste rasch abschüttelte, verzeichnete er einen Anstieg, der ihn bis knapp unter die Marke von 24.500 Punkten führte. Dieser Stand bleibt jedoch unter dem zuvor erreichten Hoch am Freitag - trotz allem stehen die Zeichen für eine mögliche Jahresendrally günstig.
In Frankreich hingegen verdüstert sich die Lage, da der politische Umbruch und die hohe Staatsverschuldung die Nerven der Anleger strapazieren. Der Cac 40, das französische Börsenpendant, verzeichnete einen Rückgang von 1,4 Prozent. Dennoch bleibt die Krise bisher lokal begrenzt und zeigt kaum Einfluss auf die übrigen Länder der Eurozone, wie der Anleihe-Experte Peter Goves von MFS Investment Management beruhigend bemerkte.
Der deutsche MDax verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,19 Prozent, während der EuroStoxx 50 ebenfalls mit einem Minus von 0,41 Prozent den Tag beendete. Außerhalb der Euroregion sah man eine moderate Entwicklung: Der Züricher SMI legte leicht zu, während Londons FTSE 100 leicht nachgab. Der Dow Jones Industrial in den USA zeigte sich während des europäischen Börsenschlusses leicht im Minus, wobei die technologielastige Nasdaq-Börse aufgrund anhaltender KI-Euphorie Zuwächse verzeichnete.

