DAX schwächelt nach Erholung: Gemischtes Bild an den Börsen
Der deutsche Aktienmarkt erlebte nach dem Wochenstart einen Rückgang, wobei sich die US-Arbeitsmarktdaten kaum auswirkten. Großinvestoren scheinen ihre Jahresgeschäfte langsam zu schließen, was zu verhaltenen Bewegungen führte.
Der DAX gab bis zum Nachmittag um 0,4 Prozent nach und sank auf 24.145 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,2 Prozent und notierte bei 30.170 Zählern, während der EuroStoxx 50 ebenfalls um 0,2 Prozent auf 5.740 Punkte fiel.
Die kürzlich veröffentlichten US-Arbeitsmarktberichte für Oktober und November, die durch den Stillstand der Regierung verzögert wurden, zeigten laut Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba eine gemischte Entwicklung. Der Oktober brachte unerwartete Rückgänge bei den Beschäftigtenzahlen, während der November solide ausfiel. Umlauf sieht dennoch die jüngste Zinssenkung der Fed als berechtigt an, wobei die Arbeitslosenquote historisch niedrig bleibt. Die Aussichten auf weitere Zinssenkungen bleiben entsprechend ausgeprägt.
Gespräche in Berlin über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine belasteten Rüstungsaktien, die infolge der Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien Kursverluste erlitten. Aktien von TKMS, Rheinmetall, Renk und Hensoldt fielen um bis zu 6 Prozent, während der ukrainische Präsident Selenskyj sich von einem NATO-Beitritt verabschiedet hat.
Der positive Trend der Tui-Aktien setzte sich mit einem Anstieg um 1,4 Prozent fort, nachdem am Montag ein bedeutender Widerstand überwunden wurde. Stabilus verzeichnete eine moderate Verteuerung seiner Aktien um 0,7 Prozent nach der Ankündigung von Aktienrückkäufen im Wert von bis zu 20 Millionen Euro.
Beim Stahlhändler Klöckner & Co hält die Übernahmefantasie an, angetrieben durch Verhandlungen mit dem US-Unternehmen Worthington Steel. Die Aktien erreichten ein neues Hoch seit Juli 2023 und verzeichneten zuletzt ein Plus von 3,1 Prozent.

