Dax-Performance schlingert: Jahresendrallye bleibt Hoffnungsträger
Nach einem kurzlebigen Höhenflug sieht sich der Dax wieder mit Ernüchterung konfrontiert: Obwohl der Leitindex am Freitag die Marke von 24.500 Punkten ins Visier nahm, verzeichnete er zur Freude der Anleger nur einen bescheidenen Zugewinn von 0,1 Prozent auf 24.330 Zähler. Im internationalen Vergleich strebt der Dow Jones Industrial derweil unaufhaltsam in neue Rekordhöhen - mit Rückenwind durch die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank. Optimismus verleiht den Märkten dennoch Flügel, trotz der zwischenzeitlich abwartenderen Anlegerstimmung. Experte Jürgen Molnar von Robomarkets bleibt überzeugt, dass der Dax das Potenzial hat, sein Rekordhoch von 24.770 Punkten zu überbieten, unterstützt durch einen nun neutral eingestuften Fear-&-Greed-Index.
Auch die Erwartungen für die traditionellen Jahresendgewinne bleiben hoch. Im Dax positionierte sich Adidas mit einer Kurssteigerung von 2,1 Prozent an der Spitze, während Puma mit einem Plus von 4,1 Prozent im MDax glänzte – beides gefördert durch hervorragende Quartalszahlen von Lululemon, getrieben vom florierenden China-Geschäft.
Rheinmetall und Hensoldt, Partner in einem milliardenschweren Radargeräteprojekt, verbesserten sich um 1,6 beziehungsweise 2,5 Prozent. Die knappe 3,1-prozentige Kurssteigerung der Lufthansa nach einer Hochstufung durch Kepler Cheuvreux zeigt das Potenzial, das Analyst Marc Zeck bei dem Airline-Riesen trotz klirrender Gewerkschaftskonflikte und orientalischem Konkurrenzdruck erkennt. Fraports Ankündigung einer Dividendenzahlung – der ersten seit der Pandemie – übertraf Analystenerwartungen deutlich, konnte jedoch den 1,1-prozentigen Rückgang der Aktie angesichts steigender Abschreibungen und Zinsbelastungen nur bedingt aufhalten.

