Dax im Sinkflug – Schwache Quartalszahlen belasten deutsche Aktienmärkte
In einem angespannten Marktumfeld verzeichnete der Dax am Dienstag deutliche Verluste, nachdem er um 1,18 Prozent auf 23.846 Punkte sank. Dies lässt den verheißungsvollen Wochenstart wie ein Strohfeuer erscheinen. Ähnlich erging es dem MDax, der um 1,40 Prozent auf 29.418 Punkte nachgab, während der EuroStoxx 50 einen Rückgang um 0,9 Prozent erlitt.
Bereits zu Wochenbeginn prallte der Dax an der 21-Tage-Linie ab, was eine wichtige Marke für den kurzfristigen Trend darstellt. Die jüngsten Nachrichten aus China belasteten zusätzlich, da die dortige Regierung im Streit um den niederländischen Chip-Hersteller Nexperia zu scharfer Kritik an Den Haag ansetzte. Die kontroverse Entscheidung der niederländischen Regierung, Nexperia unter staatliche Kontrolle zu stellen, führte zu von China verhängten Exportbeschränkungen, die auch europäische Autohersteller beeinträchtigen könnten.
Experten wie Thomas Altmann von QC Partners warnten vor der hohen Bewertung der Aktienmärkte und einer möglichen Korrektur, woraufhin die Nervosität an den Börsen in Asien spürbar zunahm. In den USA scheint eine ähnliche Entwicklung im Gange zu sein, da der S&P 500 durch nur wenige Schwergewichte wie Apple und Nvidia gestützt wird, was das Gesamtbild verzerrt.
Auch deutsche Unternehmen standen im Fokus, nachdem sie ihre Quartalszahlen und Ausblicke veröffentlichten. Fresenius Medical Care verzeichnete einen Rückgang um 6,8 Prozent, trotz positiver Ergebnisse, da Analysten vor Herausforderungen warnten. Nemetschek enttäuschte mit nur gehaltenen Jahreszielen, und die Aktie verlor 4,4 Prozent.
Der Kurs von Norma fiel um 5,8 Prozent, da die Umsatzerwartungen nicht erfüllt wurden. Auch Schaeffler notierte mit einem Verlust von 4,8 Prozent, ausgelöst durch Wertminderungen aufgrund einer Softwareumstellung.
Im Gegensatz dazu konnte Nordex vom gesteigerten operativen Margenausblick profitieren und schloss 2,2 Prozent höher. Elmos Semiconductor setzte sich mit einem Plus von 10,7 Prozent an die Spitze des SDax, angetrieben von einem erhöhten Ziel für den freien Barmittelzufluss.

