Dax im leichten Rückwärtsgang: Unsicherheit auf internationaler Bühne dampft Zuversicht
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstagmorgen mit einem leichten Verlust, während die Stabilität auf hohem Niveau bestehen bleibt. Die Wall Street und Nasdaq in den USA verzeichneten nach einem anfänglich positiven Start einen Rückgang, was nun auch im Dax widergespiegelt wird. Er fiel im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 24.077 Punkte zurück. Der MDax hingegen legte um 0,1 Prozent auf 29.818 Punkte zu, während der EuroStoxx 50 der Eurozone 0,3 Prozent auf 5.588 Zähler einbüßte.
Analyst Martin Utschneider von Robomarkets hebt hervor, dass der Dax weiterhin erfolgreich gegen ein stärkeres Abrutschen kämpft. Entscheidend sei hier, dass die Marke von 24.162 Punkten gehalten wurde, was eine Basis für einen potenziellen Aufstieg über die bisherige Bestmarke darstellt. Gleichzeitig fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf Frankreich, wo politische Unruhen und Misstrauensvoten die Anleger beunruhigen könnten. Dennoch äußert Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die Erwartung, dass Premierminister Sebastien Lecornu seine Position behaupten wird, wodurch Neuwahlen abgewendet werden.
Im Dax bleibt der Merck-Konzern ein zentraler Akteur. Der Chemie- und Pharmariese schaut nach einem Umbau optimistisch in die Zukunft. Mittelfristig plant Merck ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und eine Steigerung der operativen Marge. Die Übernahme des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences aus den USA unterstützte diesen Optimismus und beflügelte die Aktie um 1,7 Prozent.
Im MDax sorgte Sartorius mit einem Anstieg von 10,4 Prozent für Aufsehen. Das Unternehmen hob nach starken Quartalszahlen seine Umsatzprognose leicht an und konkretisierte seine Zielsetzung in Bezug auf die operative Marge. Flatexdegiro verzeichnete mit fast 5 Prozent ebenfalls einen Aufschwung, angetrieben von erfreulichen Umsatz- und Gewinnprognosen für 2025.
Drägerwerk glänzte im SDax mit einem Kursplus von 10,4 Prozent. Der Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik erwartet nun, dass Umsatz und Ebit-Marge aufgrund einer starken Geschäftsentwicklung und gesteigerter Auftragseingänge im oberen Bereich der Prognosen für 2025 landen dürften.

