Bitcoin-Stresszyklus endet – Doch was kommt als Nächstes?

Bitcoin hat möglicherweise den schlimmsten Schock überstanden, doch die Daten deuten darauf hin, dass es sich eher um eine Stabilisierung als um einen Ausbruch handelt.
Ein Bitcoin-Reset im Gange?
Laut aktuellen Analysen deutet die derzeitige Marktlage auf einen Reset hin, bei dem Bitcoin eine umfassende Entschuldungsphase durchläuft. Trotz der Entspannung des Marktstresses hat die führende Kryptowährung noch keinen klaren Boden in diesem Bärenzyklus erreicht.
Der Analyst MorenoDV_ weist darauf hin, dass die Indikatoren für den "Stresszyklus" von Bitcoin, sowohl on-chain als auch im Derivatebereich, sich zurückbilden. Dies deutet darauf hin, dass der Markt eine akute Stressphase verlässt, jedoch noch nicht in einen klaren Aufwärtstrend übergeht. Die Übereinstimmung zwischen dem kurzfristigen Sharpe Ratio von Bitcoin und dem 30-Tage-Kauf-/Verkaufsdruck-Delta signalisiert eines der stärksten Risiko-/Rendite-Profile des aktuellen Zyklus, erfordert jedoch Geduld.
Ein Stresszyklus ist durch erhöhte nicht realisierte Verluste, erzwungene Entschuldung, komprimierte Futures-Basis und defensive Optionspositionen gekennzeichnet.
Der Analyst untersucht zunächst das Sharpe Ratio. Der aktuelle Wert ist stark ins Negative gefallen und liegt bei etwa −40, ein Niveau, das historisch gesehen bedeutende Kaufzonen signalisiert. In früheren Zyklen (2015, 2019, 2020 und 2023) führte ein Fall unter diese Linie stets zu einer starken Neubewertung von Bitcoin.
Die Erklärung des Druck-Deltas
Der Analyst erklärt, dass das Kauf-/Verkaufsdruck-Delta hilft, den Bodenbildungsprozess zu verstehen. Böden entstehen nicht auf einmal, sondern entwickeln sich in Phasen.
Zunächst gibt es eine große Verkaufswelle (orange/rote Spitzen unter −0,05), wenn erzwungene Verkäufer und panische Investoren ihre Coins abstoßen. Dann kühlt sich der Verkaufsdruck langsam ab und kehrt in die grüne Zone zurück, da weniger Menschen bereit sind zu verkaufen. Die besten Einstiegspunkte zeigen sich normalerweise, wenn das Delta schließlich in den blauen "Kaufdruck"-Bereich übergeht, was bedeutet, dass echte Kaufnachfrage zurückkehrt und nicht nur der Verkaufsdruck nachlässt.
Der Bericht behauptet, dass die Phase des starken Verkaufs wahrscheinlich hinter uns liegt und wir uns in der mittleren Phase befinden. Das Delta erholt sich, hat jedoch noch nicht den starken Kaufbereich erreicht. Historisch gesehen sind in dieser Lücke einige der besten Gelegenheiten aufgetreten.
Der Analyst warnt jedoch vor Risiken. Das makroökonomische Umfeld, die Liquidität und die schwache Stimmung könnten den Prozess verlängern. Für Investoren, die in Zyklen denken, deuten die Daten jedoch darauf hin, dass wir näher am Beginn einer neuen Gelegenheit als am Ende stehen.

