Dax im freien Fall: Handelskrieg sorgt für massive Verwerfungen
Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China hat die internationalen Finanzmärkte schwer erschüttert und den Dax in einen beispiellosen Abschwung gestürt. Nachdem China auf die jüngste Welle von US-Zöllen mit empfindlichen Gegenzöllen reagierte, befand sich der Dax zeitweise deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 20.500 Punkten. Letztlich schloss der Leitindex 4,95 Prozent niedriger bei 20.641,72 Punkten.
Der MDax musste ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen und sank um 5,46 Prozent auf 25.408,54 Zähler. Bereits in den Tagen zuvor hatten die Indizes stark abgebaut, sodass sich für den Dax ein Minus von mehr als acht Prozent über die Woche angesammelt hat. Dies ist der größte wöchentliche Verlust seit dem Frühjahr 2022, als der russische Einmarsch in die Ukraine die Märkte erschütterte.
Die Jahresbilanz 2025 ist ebenfalls stark getrübt: Der vormals beeindruckende Jahresanstieg von fast 18 Prozent im März ist nahezu auf einen mageren Zuwachs von 3,7 Prozent geschrumpft. Inmitten dieser volatilen Marktlage beobachten Analysten eine ausgeprägte Nervosität. Sören Hettler von der DZ Bank spricht von einer Panik unter den Investoren, die vermehrt in sichere Häfen flüchten und dabei den Boden der Kursstürze ausloten.
Chinas Drohung, die US-Exporte mit saftigen Zöllen von 34 Prozent zu belegen und gleichzeitig Exportkontrollen für seltene Erden zu verschärfen, schürt die Angst vor einer weiteren Verschärfung des Handelskrieges auf globaler Ebene.

