Dax im Aufwind: Siemens hebt den Leitindex trotz Zollsorgen auf der anderen Seite des Atlantiks
Der Dax verzeichnete zum Abschluss einer durchwachsenen Woche einen erfreulichen Anstieg von 0,47 Prozent und schließt bei 23.644,97 Punkten. Im Gegensatz dazu verlief der Handel für mittelgroße Unternehmen im MDax mit einem marginalen Plus von nur 0,02 Prozent auf 30.041,11 Punkte eher verhalten. Auch der EuroStoxx 50 erfreute die Anleger mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent. Diese Zuwächse bescherten dem Dax letztlich eine positive Wochenbilanz, während er gleichzeitig die gerade verlaufende 21-Tage-Linie überprüfte.
Ein Überschreiten dieser Marke könnte eine Trendwende ankündigen. Im Vergleich zu den US-amerikanischen Börsen, die unter Druck standen, schnitt der Dax jedoch besser ab, da dort die jüngsten Konjunkturdaten die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen schwinden ließen. Besonderes Augenmerk richtete sich auf die in den USA erscheinenden Konsumausgaben und den PCE-Kerndeflator, der bei der Fed als präferiertes Inflationsmaß angesehen wird. Die Helaba äußerte in ihrem Tagesausblick, dass diese Kennziffern voraussichtlich eine beständige Preisdynamik über dem Ziel der Notenbank signalisieren und damit die Erwartungen an sinkende Zinssätze nicht vorantreiben dürften.
Siemens führte am Freitag den deutschen Leitindex mit starken Ergebnissen an. Die Aktien erholten sich um 2,8 Prozent, nachdem in einem Briefing zu erwarteten Novemberzahlen angemerkt wurde, dass das vierte Quartal besser ausfallen werde als das Vorjahr. Parallel dazu setzt das Unternehmen Bestrebungen fort, seine Anteile an Siemens Healthineers zu veräußern oder abzuspalten.
Unterdessen lösten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump neue Zollsorgen aus. Besonders betroffen sind Lastwagenbauer wie Daimler Truck, deren Anteilscheine um 2,7 Prozent fielen, und Traton, die einen Rückgang um 2,6 Prozent verzeichneten. Als Reaktion auf geplante Tarifänderungen stagnierte die Reaktion der deutschen Pharmakonzerne, obwohl Trump signifikante Aufschläge von 100 Prozent auf Arzneimitteleinfuhren angekündigt hatte.
Rheinmetall sorgte, trotz eines leichten Rückgangs, mit einem neu erreichten Höchststand für positive Schlagzeilen. Die UBS Bank hob in einem Analystenbericht Kursziele hervor und betonte die Zukunftsaussichten des Konzerns in Einklang mit den Nato-Vorgaben.

