Das Öl im Schatten der Zölle: Neue Spannungen am Markt
Die aktuellen Entwicklungen auf dem Ölmarkt zeigen einen Rückgang der Preise, der in erster Linie durch die bevorstehende Ankündigung neuer US-Zölle beeinflusst wird. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai ist leicht auf 74,01 US-Dollar gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von 48 Cent im Vergleich zum Vortag. Analog dazu fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 44 Cent auf 70,76 Dollar.
In Erwartung der Maßnahmen seitens Präsident Donald Trump zeigen sich die Anleger verhalten. Trump hatte auf einen "Tag der Befreiung" und wechselseitige Zölle angespielt, was zu einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf den Handel führt. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte die US-Regierung einleitet und welche Branchen oder Länder von den Zöllen betroffen sein werden.
Parallel zu den politischen Unsicherheiten verweist der Markt auch auf einen signifikanten Anstieg der Rohölreserven in den USA. Laut dem American Petroleum Institute (API) sind die Vorräte in der vergangenen Woche um sechs Millionen Barrel gewachsen. Ein solch signifikanter Anstieg der Lagerbestände in der weltweit größten Volkswirtschaft übt üblicherweise Druck auf die Ölpreise aus. Für den Nachmittag stehen zudem die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung an, welche die Marktteilnehmer mit Spannung erwarten.

