Das gut gehütete Geheimnis ist gelüftet: Ex-Xbox-Boss enthüllt brisante Verkaufszahlen der Series X/S!
Microsoft hüllt sich seit Jahren in einen dichten Mantel des Schweigens, wenn es um die nackten Hardware-Absatzzahlen ihrer aktuellen Konsolengeneration geht. Während die Konkurrenz aus Japan gerne mit Rekorden prahlt, versteckt der Redmonder Riese seine Einheiten meist in kryptischen Umsatzberichten oder kombinierten Metriken. Doch nun bröckelt die Fassade der Verschwiegenheit unerwartet. Mark Stanley, ein ehemaliger hochrangiger Exekutivbeamter, der als Vizepräsident für globale Expansion fungierte, hat auf seinem LinkedIn-Profil eine statistische Bombe platzen lassen, die tief in die Bücher von Xbox blicken lässt.
12 Millionen Einheiten trotz globaler Logistik-Alpträume
Laut Stanleys Profil gelang es Microsoft in den ersten 18 Monaten nach dem Launch, beachtliche 12 Millionen Einheiten der Xbox Series X und S an den Mann zu bringen. Dieser Zeitraum, der in seine Amtszeit zwischen 2020 und 2023 fiel, war bekanntlich alles andere als ein Zuckerschlecken. Wir erinnern uns schmerzlich an die omnipräsenten Lieferkettenengpässe, die Halbleiter so rar machten wie Wasser in der Wüste. Dass trotz dieser widrigen Umstände und massiver Hardware-Knappheit in über 40 Ländern eine solche Menge abgesetzt wurde, zeugt von einer immensen anfänglichen Nachfrage, die Stanley und sein Team navigieren mussten.
Milliarden-Umsätze und globale Eroberungspläne
Doch Stanley war nicht nur ein Verwalter des Mangels. Seine Agenda umfasste die aggressive Expansion in Märkte, die oft vernachlässigt werden: den asiatisch-pazifischen Raum (APAC), den Nahen Osten und Nordafrika (MENA) sowie Lateinamerika (LATAM). Durch das Schmieden lokaler Partnerschaften und das Navigieren durch komplexe regulatorische Rahmenbedingungen konnte ein jährlicher Umsatz von über einer Milliarde Dollar allein durch Hardware und Game Pass in diesen Territorien generiert werden. Auch der Game Pass profitierte massiv: Strategische Allianzen mit Telekommunikationsanbietern spülten über 25 Millionen Abonnenten weltweit in das Ökosystem.
Die bittere Realität der Gegenwart: Eine Talfahrt ohne Bremse?
Während die ersten 18 Monate noch nach einer Erfolgsgeschichte klingen, zeichnen aktuelle Schätzungen ein düstereres Bild. Zieht man Daten von VGChartz und Berichte von Take-Two Interactive heran, dürften bis Ende 2025 weltweit etwa 34 Millionen Konsolen verkauft worden sein. Das klingt solide, doch der Trend zeigt steil nach unten. Analysten sprechen von einer historischen Talfahrt. In den USA brachen die Verkäufe im Jahresvergleich um dramatische 70 Prozent ein, und auch im Vereinigten Königreich markierte 2025 das „mit Abstand schlechteste Jahr“ für Xbox-Konsolen.
Der Elefant im Raum ist dabei der Preis: Nach saftigen Erhöhungen im Mai, die die Series X auf knapp 600 Dollar und selbst die kleine Series S deutlich verteuerten, scheint die Schmerzgrenze vieler Gamer überschritten zu sein.


