Das 384-Bit-Monster: Dieser Leak enthüllt die brutale Power der nächsten Konsolengeneration
Fünf Jahre nach dem Start der aktuellen Konsolengeneration verdichten sich die Nebelschwaden der Gerüchteküche zu einem handfesten Gewitter. Im Auge dieses Sturms steht ein Leak des YouTubers Moore’s Law is Dead, der die technischen Innereien eines Chips namens „Magnus“ offenbaren soll – dem potenziellen Herzstück, das die nächste Generation von PlayStation und Xbox antreiben wird. Und die enthüllten Daten zeichnen das Bild eines wahren Leistungsmonsters, das die Grenzen des bisher Möglichen sprengen könnte.
Die Anatomie einer neuen Ära
Der Magnus-Chip, so der Leak, ist ein technologisches Meisterwerk aus der Schmiede von AMD. Er soll über elf CPU-Kerne der kommenden Zen-6-Architektur verfügen, die sich in drei hochpotente Hauptkerne und acht effizientere „C-Kerne“ aufteilen. Doch das wahre Juwel dieser Architektur ist der Grafik-Die: ein 264 mm² großes Kraftpaket, das über eine sogenannte Bridge-Die mit dem Hauptprozessor verbunden ist. Die entscheidende Neuerung ist dessen Speicherbus: Mit atemberaubenden 384 Bit wäre er der breiteste, der jemals in einer Konsole verbaut wurde. Zum Vergleich: Die ohnehin schon pfeilschnelle Xbox Series X muss sich mit einem 320-Bit-Bus begnügen. In einfachen Worten bedeutet das eine drastisch verbreiterte Datenautobahn zwischen Grafikchip und Prozessor, was zu einer immensen Beschleunigung bei der Verarbeitung und Übertragung von Spieldaten führt. Insgesamt soll die APU, also die Kombination aus CPU und GPU, auf satte 80 Recheneinheiten kommen.
PlayStation oder Xbox? Die Shakespeare-Verschwörung
Ursprünglich ging der Leaker davon aus, dass der Chip für Mittelklasse-Laptops bestimmt sei, doch interne Dokumente sollen auf eine „semi-custom order“ hindeuten – die typische Vorgehensweise für maßgeschneiderte Konsolenchips. Während Moore’s Law is Dead anfangs die PS6 als potenziellen Abnehmer ins Spiel brachte, grätschte der bekannte Hardware-Insider Kepler auf X (ehemals Twitter) dazwischen. Er argumentiert, dass Magnus viel wahrscheinlicher für die nächste Xbox bestimmt sei. Seine Begründung ist ebenso scharfsinnig wie überzeugend: Sonys Chip-Codenamen sind traditionell nach Charakteren aus den Werken von William Shakespeare benannt. „Magnus“ passt nicht in dieses Muster, was die Gerüchte um eine Vertiefung der Partnerschaft zwischen Microsoft und AMD weiter befeuert.
Next-Gen-Power mit angezogener Handbremse?
Doch all die rohe Kraft könnte zu Beginn der neuen Generation durch die Software ausgebremst werden. Kepler dämpft die Erwartungen bezüglich des schnellen Einsatzes von bahnbrechenden Features wie DirectX 12 Work Graphs. Er prognostiziert, dass diese Technologie in der anfänglichen, generationenübergreifenden Phase kaum eine Rolle spielen wird. Entwickler werden weiterhin Spiele für die alte und neue Generation produzieren, was den Einsatz der fortschrittlichsten Features unrentabel macht – ein Phänomen, das wir zuletzt bei Titeln wie God of War Ragnarok beobachten konnten. Zudem unterstützen die Work Graphs aktuell noch keine prozedurale Generierung, eine Schlüsseltechnologie für die effiziente Erstellung riesiger und dichter Spielwelten. Der Sprung in die Zukunft wird also eher ein Marathon als ein Sprint.


