CZ hebt Gefahren von KI-gestützten Deepfakes hervor, da Hacker vertrauenswürdige Verbindungen ins Visier nehmen
Der Gründer von Binance, Changpeng Zhao (CZ), hat erneut auf die wachsende Bedrohung durch KI-gestützte Deepfakes hingewiesen, nachdem ein erschütternder realer Hackerangriff die japanische Krypto-Befürworterin Mai Fujimoto bei einem routinemäßigen Videoanruf kompromittierte.
Der Vorfall hat erneute Forderungen nach strengeren Sicherheitsgewohnheiten laut werden lassen, da Kriminelle fortschrittliche KI einsetzen, um selbst vertrauenswürdige Kommunikationskanäle zu durchdringen.
Eine Fallstudie im modernen Hacking
Am 20. Juni erzählte Fujimoto, besser bekannt als Miss Bitcoin, wie sie Opfer eines Deepfakes wurde, nachdem sie in einen Zoom-Anruf mit einem Bekannten gelockt wurde, dessen Telegram-Konto bereits kompromittiert war.
Der Person auf dem Video-Link war vertraut, was dazu führte, dass sie unachtsam wurde. „For about 10 minutes in the online meeting, I saw her face but had no clue it was a deepfake,“ erinnerte sich Fujimoto.
Es traten jedoch Audio-Probleme beim Anruf auf, was den Deepfake-Imitator dazu veranlasste, einen Link zu senden, der angeblich das Problem beheben sollte. Nachdem Fujimoto auf den Link geklickt hatte, installierte sie unwissentlich Malware, die ihr Telegram und MetaMask kompromittierte. Auch ihr Haupt-X-Konto wurde gehackt, so dass sie ihre Follower bitten musste, es als Imitation zu melden. Sie warnte außerdem Benutzer der sozialen Plattform, keine von diesem Konto gesendeten Links zu klicken.
„If I had known about this kind of attack, I might not have clicked the link,“ beklagte die Krypto-Enthusiastin und forderte ein breites Bewusstsein.
Ihr Erlebnis fand in der Krypto-Community Widerhall, wobei Influencer und Sicherheitsexperten X mit eindringlichen Erinnerungen überschwemmten, dass Vertrauen im Zeitalter der KI über mehrere Kanäle verifiziert werden muss.
CZ äußerte sich ebenfalls und warnte seine 10 Millionen Follower vor dem weit verbreiteten Einsatz von künstlicher Intelligenz in neuen Arten von Deepfake-Hackings. „Even a video call verification will soon be out of the window,“ warnte er und deutete an, dass AI-generierte Imitationen schwerer zu erkennen sein werden, je weiter sich die Technologie verbessert.
Der ehemalige Binance-Chef drängte die Nutzer, niemals Software von inoffiziellen Links zu installieren, selbst wenn sie von Freunden zu stammen scheinen.
Der Aufstieg von KI-gestütztem Betrug
Der Angriff auf Fujimoto ist keineswegs ein Einzelfall. Ein großer Bericht von Bitget, der erst vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, zeigte, dass Deepfake-Technologie bei fast 40 % aller hochrangigen Krypto-Betrügereien im Jahr 2024 eine Rolle spielte und zu mindestens 4,6 Milliarden US-Dollar Verlust durch Betrug beitrug.
Die Studie dokumentierte, wie Kriminelle KI nutzen, um überzeugende Fake-Videos von öffentlichen Persönlichkeiten wie Elon Musk zu erstellen, um Betrügereien zu fördern, Kundendienst-Chats zu simulieren und vor allem Videokonferenz-Tools wie Zoom mit bösartigen Links zu nutzen.
Zusätzlich bemerkte eine andere Veröffentlichung von Chainalysis, dass Gesetzesbrecher zunehmend KI-Tools, einschließlich Deepfakes, verwenden, um KYC-Maßnahmen zu umgehen und Betrug zu automatisieren, wodurch Krypto-Betrügereien „increasingly difficult to detect“ werden.
In einem solchen Fall verhaftete die Polizei in Hongkong 31 Personen, die mit einem Syndikat in Verbindung stehen, das 34 Millionen US-Dollar durch den Einsatz von AI-generierten Videos von Krypto-Führungskräften gestohlen hatte. Erschreckenderweise warnte der Bericht, dass AI-gestützte Betrügereien signifikant zunehmen werden.

