Cyberpunk 2077 Sequel: Keanu Reeves will als Johnny Silverhand zurückkehren
In der gleißenden Neonwüste von Night City gibt es nur wenige Konstanten, doch die unverwechselbare Aura von Johnny Silverhand, verkörpert durch die Hollywood-Ikone Keanu Reeves, ist zweifellos eine davon. Er war mehr als nur ein Charakter; er war das rebellische Herzstück der Erzählung, ein digitaler Geist, der die Grenzen zwischen Held und Dämon verschwimmen ließ. Nun, Jahre nach dem triumphalen Erfolg von Cyberpunk 2077, sendet Reeves selbst ein Signal aus der realen Welt, das die Fangemeinde elektrisiert: Er würde ohne zu zögern in die zerschlissenen Lederstiefel des Rockerboys zurückkehren.
Ein Geist im System
In einem kürzlichen Interview wurde Keanu Reeves unumwunden gefragt, ob er sich eine Rückkehr in diese Rolle vorstellen könne. Seine Antwort war ein kurzes, aber unglaublich gewichtiges „Absolut“. Er würde es lieben, Johnny Silverhand erneut zu spielen. Ein einfacher Satz, der jedoch ein narratives Erdbeben auslöst. Wer die verworrenen Pfade von Cyberpunk 2077 bis zum Ende beschritten hat, weiß, dass eine Rückkehr Johnnys an ein kleines Wunder grenzen würde. Achtung, es folgen massive Spoiler zum Ende von Cyberpunk 2077! Die zentrale Prämisse des Spiels dreht sich um den Relic-Chip, der die digitalisierten Seelensplitter von Silverhand beherbergt und langsam das Bewusstsein des Protagonisten V überschreibt.
Zwischen Auslöschung und zweitem Leben
Die gesamte Reise ist ein verzweifelter Kampf ums Überleben, ein Ringen darum, den ungebetenen Gast aus dem eigenen Kopf zu entfernen. Je nachdem, welche Pfade die Spieler beschreiten, nimmt das Schicksal von Johnny Silverhand dramatisch unterschiedliche Wendungen. Die Enden reichen von seiner vollständigen Auslöschung aus dem Relic über einen heroischen Opfergang, bei dem er V rettet, bis hin zu dem extremen Szenario, in dem er Vs Körper übernimmt, um eine zweite Chance auf ein physisches Leben zu erhalten. Keines dieser Enden lässt eine simple Fortsetzung seiner Geschichte zu. Sein Schicksal ist untrennbar mit dem von V verwoben und findet in jedem Fall einen definitiven Abschluss.
Ein Blick in die ferne Zukunft
Wie also könnte eine Rückkehr aussehen, die nicht die emotionale Wucht des Originals untergräbt? Die naheliegendste, wenn auch erzählerisch weniger aufregende Möglichkeit, wären Flashbacks, die in die Zeit vor seinem verhängnisvollen Angriff auf den Arasaka-Tower im Jahr 2023 zurückreichen. Doch bevor die Drehbuchautoren überhaupt in die Verlegenheit kommen, diese Nuss zu knacken, wird noch viel Wasser die Flüsse von Night City hinunterfließen. Das Sequel, intern als „Project Orion“ bekannt, befindet sich noch in einer sehr frühen Phase. CD Projekt REDs Hauptaugenmerk liegt derzeit klar auf der Entwicklung von The Witcher 4, dessen Team Ende Juli bereits auf beeindruckende 444 Personen angewachsen war, während am Cyberpunk-Nachfolger „nur“ 116 Entwickler arbeiteten – Tendenz allerdings stark steigend.
Die Sehnsucht des Stars trifft auf eine komplexe erzählerische Ausgangslage und eine noch ferne Produktionsrealität. Dennoch ist der Gedanke verlockend. Ein Funke Rebellion ist nie wirklich erloschen, und vielleicht findet der Geist von Johnny Silverhand einen Weg, sich erneut im System zu manifestieren.

