Cyberattack-Aufdeckung: Teenage-Hacker in London verhaftet
Das US-Justizministerium hat erhebliche Anklagen gegen den britischen Teenager Thalha Jubair enthüllt. Ihm wird vorgeworfen, an über 120 Cyberangriffen beteiligt gewesen zu sein, darunter das US-Gerichtssystem sowie Erpressung zahlreicher US-amerikanischer Unternehmen.
Jubair, 19 Jahre alt, wurde in seinem Zuhause in East London verhaftet und trat zusammen mit Owen Flowers, 18, vor Gericht. Beide werden eines Cyberangriffs im Jahr 2024 auf die Transport for London-Behörde beschuldigt, der zu einem monatelangen Wiederherstellungsprozess führte.
Die Nationale Kriminalagentur beschreibt den Angriff auf das IT-Netzwerk als Werk der Hackergruppe Scattered Spider, die aus jugendlichen und jungen, wirtschaftlich motivierten Cyberkriminellen besteht. Diese Gruppe ist vor allem für ihre einfachen, aber effektiven sozialen Ingenieurstechniken bekannt.
Gegen Jubair wurden auch separate Anklagen in New Jersey wegen Computerhacking, Erpressung und Geldwäsche erhoben. Es wird vermutet, dass er Unternehmen über 115 Millionen Dollar in Lösegeld herauspresste. Die FBI-Ermittlungen ergaben, dass Jubairs Server, die im Juli 2024 beschlagnahmt wurden, Beweise für Angriffe auf mindestens 120 Firmen, darunter eine kritische Infrastruktur in New Jersey, enthalten.
Im Januar 2025 sollen Jubair und die Hacker Zugang zu Benutzerkonten des US-Gerichtsystems erlangt haben, darunter auch eines eines Bundesrichters. Diese Konten wurden genutzt, um Notfallanforderungen für Kundendaten an ein Finanzdienstleistungsunternehmen zu stellen – eine gängige Methode dieser Hackergruppe.
Ob das Justizministerium die Auslieferung von Jubair fordert, ist derzeit unklar, und ein Sprecher des Ministeriums wollte keine Stellungnahme abgeben.

