Cyberangriff zwingt Jaguar Land Rover zu verlängertem Produktionsstopp
Jaguar Land Rover, Großbritanniens führender Autohersteller, hat angekündigt, dass die Produktionslinien nach einem Cyberangriff im August bis mindestens zum 1. Oktober stillgelegt bleiben. Am 31. August wurden die Mitarbeiter in den Fabriken in Zentral- und Nordwestengland nach Hause geschickt.
Dieser unerwartete Stillstand hat sich schnell auf die gesamte britische Automobilindustrie ausgewirkt. Jaguar Land Rover ist Teil von Tata Motors aus Indien und beschäftigt über 30.000 Menschen, während seine Lieferkette weitere zehntausende Arbeitsplätze unterstützt.
Das Unternehmen hat bislang nur wenige Details über die Art des Angriffs preisgegeben und untersucht den Vorfall weiter. In einer Erklärung verkündete Jaguar Land Rover, dass der Produktionsstopp verlängert wurde, um Klarheit über den Fahrplan für den stufenweisen Neustart der Produktion zu schaffen und die laufende Untersuchung fortzusetzen.
Jaguar Land Rover arbeitet eng mit den Strafverfolgungsbehörden und dem britischen National Cyber Security Center zusammen, um einen sicheren Neustart der Betriebe zu gewährleisten. Am Dienstag werden Geschäftsminister Peter Kyle und Industrieminister Chris McDonald das Unternehmen besuchen und mit den Zulieferern sprechen.
McDonald drückte sein Verständnis für die Herausforderungen der Zulieferer aus, die durch den Produktionsstopp finanzielle Einbußen erleiden. Er versicherte, dass die Regierung alles in ihrer Macht stehende tun werde, um sie zu unterstützen.

