CVC setzt auf US-Rentenmarkt nach Trumps Reform – Halbjahreszahlen zeigen gemischtes Bild
CVC Capital Partners hat im ersten Halbjahr einen Rekordwert von €13,2 Mrd. an realisierten Investments erzielt – ein Plus von 20 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig gingen die performanceabhängigen Erträge um 16 Prozent zurück, da ein Teil der Transaktionen noch nicht in Gebühren oder Carried Interest umgesetzt wurde.
Der Rückgang auf €96 Mio. lag deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die für das Gesamtjahr im Schnitt €263 Mio. prognostiziert hatten. CVC hatte allerdings bereits gewarnt, dass die Ertragsentwicklung stark in die zweite Jahreshälfte fallen dürfte. Das Management bekräftigte zudem seine mittelfristige Prognose von €400 Mio. bis €700 Mio. an jährlichen performanceabhängigen Erträgen.
Im operativen Geschäft legten die Managementgebühren um 20 Prozent auf €705 Mio. zu, während die fee-paying Assets under Management um 10 Prozent auf €140 Mrd. stiegen. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft Vermögenswerte von €200 Mrd. Der Börsenkurs reagierte dennoch negativ: Die Aktie verlor am Donnerstagvormittag 4,4 Prozent in Amsterdam und liegt seit Jahresbeginn 23 Prozent im Minus.
Parallel zu den Zahlen kündigte CEO Rob Lucas an, dass CVC Produkte für den US-Rentenmarkt entwickelt. Hintergrund ist ein Erlass von Präsident Donald Trump, der die Aufnahme alternativer Anlagen in 401(k)-Pläne erlaubt und damit einen Markt von rund $9 Bio. öffnet. „Die Gesetzesänderungen rund um die 401(k)-Pläne sind sehr spannend für den gesamten Alternativenmarkt“, sagte Lucas. Der Markenauftritt werde entscheidend sein, um im Wettbewerb um Marktanteile erfolgreich zu sein.
Das nächste große Private-Equity-Fundraising plant CVC für Anfang 2027. Analysten sehen nun vor allem die zweite Jahreshälfte im Fokus, in der das Unternehmen beweisen muss, dass es seine ambitionierten Renditeziele erreichen kann.

