CTS Eventim: Ein abruptes Ende der Euphorie an den Märkten
Die Euphorie um den Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim erhielt einen Dämpfer, nachdem sich das Geschäft entgegen den Erwartungen im zweiten Quartal schwächer entwickelte. Rückläufige Einnahmen aus Konzerten und hohe Kosten für die Integration neuer Unternehmen beeinflussten den Gewinn negativ, der um fast ein Viertel sank. An der Börse folgten die Reaktionen prompt, und die CTS-Aktie fiel auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr.
Nach den enttäuschenden Unternehmensnachrichten startete der Handel in Frankfurt mit einem Rückschlag für CTS, das zu Beginn des Handelstages deutliche Verluste verzeichnete. Die Aktie rutschte um etwa 18 Prozent ins Minus und markierte damit einen dramatischen Rückgang im MDax, dem Index für mittelgroße Werte. Obendrein schmälerten die neuesten Entwicklungen die Gewinne der Aktie für das laufende Jahr erheblich.
Der Nettogewinn von CTS Eventim im zweiten Quartal betrug knapp 44 Millionen Euro, was einem Rückgang von über 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte operative Ergebnis fiel um etwa 9 Prozent auf 100,2 Millionen Euro, weit hinter den optimistischen Prognosen der Analysten zurück. Während die Einnahmen aus Ticketverkäufen um mehr als 15 Prozent auf über 202 Millionen Euro stiegen, ging der Umsatz aus den hauseigenen Veranstaltungen um 4,5 Prozent auf etwa 603 Millionen Euro zurück. Insgesamt blieb der Konzernumsatz mit 796 Millionen Euro nahezu unverändert. Der Vorstand von CTS Eventim beschreibt die aktuelle Situation als Folge einer „herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“.

