Crimson Desert auf der PS5 Pro im Technik-Check: Performance-Modus liefert starke 60-FPS-Vorstellung
Wenn Digital Foundry ein Spiel unter die Lupe nimmt, hält die Tech-Community den Atem an – und bei Crimson Desert gibt es einiges zu besprechen. Das Open-World-Actionspiel von Pearl Abyss rückt näher, und die ersten detaillierten Einblicke in die PS5-Pro-Fassung zeichnen ein Bild, das Vorfreude und ein paar ungeklärte Fragen gleichermaßen hinterlässt.
Drei Modi, drei Prioritäten
Die PS5-Pro-Version von Crimson Desert bietet drei klar abgegrenzte Darstellungsmodi, zwischen denen du je nach persönlicher Präferenz wählen kannst. Der Performance-Modus zielt auf 60 Bilder pro Sekunde bei 1080p ab, das via Sonys eigenem Hochskalierungsverfahren PSSR auf 4K aufgeblasen wird – dazu gesellt sich hochwertiges Raytracing. Wer einen Bildschirm mit variabler Bildwiederholrate besitzt, kann sogar über 60 FPS erzielen. Der Balanced-Modus peilt 40 FPS mit einer internen 1440p-Auflösung an, ebenfalls auf 4K hochskaliert. Das Quality-Profil schließlich setzt auf native 4K ohne jegliches Upscaling, ultra-qualitatives Raytracing und eine fixe Bildrate von 30 FPS. Alle drei Optionen werden durch PSSR gestützt, was in der Praxis allerdings noch zu Diskussionsstoff führt.
Performance-Modus überrascht positiv – mit Einschränkungen
Digital Foundrys John Linneman zeigte sich vom Performance-Modus merklich angetan. Seine Einschätzung, der Modus liefere einen „guten Kampf“ um die angestrebten 60 FPS, klingt zunächst nach Diplomatie – entpuppt sich aber als echtes Lob, wenn man bedenkt, wie visuell aufwendig Crimson Desert ist. Linneman gab an, von der Gesamtstabilität positiv überrascht worden zu sein. Probleme entstehen erwartungsgemäß in Szenen mit großen Menschenmassen oder dicht bevölkerten Kampfgebieten, wo die Bildrate spürbar einbricht. In besonders arbeitsreichen Arealen sank sie vereinzelt sogar auf 30 FPS – ein Wert, der zeigt, wie stark das Spiel die Hardware fordert. Digital Foundry betonte jedoch ausdrücklich, dass das abschließende Urteil erst nach dem vollständigen Release gefällt wird.
PSSR 2 soll zur Veröffentlichung bereitstehen – war beim Test aber noch nicht da
Ein zentraler Vorbehalt betrifft die Bildqualität. Pearl Abyss plant den Einsatz von PSSR 2, einer modernisierten Version von Sonys Upscaling-Technologie – die getestete Vorabversion lief jedoch noch auf dem älteren PSSR-Stand. Linneman beschrieb die daraus resultierenden Artefakte offen: Schmieren rund um Vegetation und sichtbares Rauschen in Raytracing-Reflexionen sind die auffälligsten Schwachstellen. Wie stark sich PSSR 2 auf das finale Bild auswirken wird, bleibt abzuwarten – das Potenzial für eine deutliche Verbesserung ist aber vorhanden, und Linneman zeigte sich gespannt auf den Vergleich. Digital-Foundry-Chef Richard Leadbetter ergänzte, dass Pearl Abyss den Test ohne keinerlei Beschränkungen ermöglicht habe – ein Zeichen von Transparenz, das in der Branche keineswegs selbstverständlich ist. Sein persönliches Fazit fiel dabei über die reine Technik hinaus: Die Größenordnung und die systemgetriebene offene Welt seien das eigentlich Beeindruckende an Crimson Desert. Das Spiel erscheint für PS5, PC und Xbox Series X/S.


