Continental korrigiert Prognose: Neue Ziele wegen Zoll- und Wechselkursproblemen
Die Herausforderungen der globalen Märkte zwingen den Hannoveraner Automobilzulieferer Continental zu Anpassungen seiner Jahresziele. Auf dem Kapitalmarkttag in Frankfurt gab der Dax-Konzern bekannt, dass die Erwartungen aufgrund von US-Zöllen und ungünstigen Wechselkursveränderungen neu justiert werden müssen. Beim Umsatz für das Jahr 2025 bleibt das Unternehmen optimistisch und plant weiterhin mit einer Spanne von 19,5 bis 21 Milliarden Euro für den Konzern exklusive des abzuspaltenen Automotive-Segments.
Doch bei der bereinigten EBIT-Marge erwartet Continental eine Abweichung nach unten: Statt der ursprünglich angestrebten 10,5 bis 11,5 Prozent peilt der Konzern nun eine Marge von 10 bis 11 Prozent an. Speziell im Reifengeschäft rechnet man mit schlechteren Margen, und auch der erwartete Erlös aus dem Verkauf der Kunststofftechnik-Sparte Contitech wird als geringer eingeschätzt.
Langfristig sieht das Management in den kommenden drei bis fünf Jahren ein Umsatzpotenzial von 19,5 bis 22 Milliarden Euro, wobei die Autozuliefersparte und das Contitech-Geschäft OESL bereits bald veräußert werden sollen. Der Erlös des restlichen Unternehmens lag im Vorjahr bei 18,3 Milliarden Euro. Dies deutet auf ein gedämpftes mittelfristiges Vertrauen des Continental-Managements hin, welches darauf zurückzuführen ist, dass neben Portfolioanpassungen auch die andauernden schwierigen Marktbedingungen das Umfeld belasten, so Konzernchef Nicolai Setzer.

