Containerimporte in den USA vor historischem Einbruch – Analyst warnt vor Auswirkungen der China-Zölle
Der erwartete Einbruch der Containerimportzahlen in den USA wirft ein Schlaglicht auf die Auswirkungen der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Waren aus China und deren Einfluss auf den trans-pazifischen Handel. Schon im August zeigten die Einfuhrzahlen trotz eines 90-tägigen Aufschubs im Handelskonflikt mit China eine schwache Entwicklung, wie Analyst John McCown berichtet. Im Juli waren die Importzahlen noch angestiegen, da viele Importeure die Gelegenheit nutzten, Waren vor Ablauf einer wichtigen Zollfrist einzuführen.
McCown zeichnete ein düsteres Bild für die Monate bis zum Jahresende und betonte, dass die U.S.-Importzahlen hinter den globalen Entwicklungen zurückbleiben. Ein Vergleich mit den Daten von Container Trade Statistics zeigt, dass Containerexporte aus Fernost im Juli gestiegen sind, während die US-Zahlen ohne den einmaligen Anstieg durch vorgezogene Importe deutlich gesunken wären. Besonders betroffen zeigen sich die großen amerikanischen Häfen wie der Hafen von Los Angeles, der für September einen zweistelligen Rückgang der Importzahlen im Vergleich zum Vorjahr erwartet.
Einerseits bleiben China und die USA bedeutende Handelspartner, andererseits sind die Buchungszahlen für Container aus China gegenüber dem Vorjahr stark gesunken. Diese Entwicklung könnte sich weiter verschärfen, sollte China mit Gegenmaßnahmen auf die Zölle der USA reagieren. Historisch gesehen sind solche Einbrüche in den Containerimporten selten und traten zuletzt nur in Krisenzeiten wie der Finanzkrise 2009 und während der Pandemie auf. McCown warnt, dass dieser Abwärtstrend allein auf die Zölle zurückzuführen ist und in absehbarer Zeit nicht gestoppt werden kann.

