Commerzbank trotzt Großbaustellen: Beeindruckende Gewinnzahlen trotz Umbaumaßnahmen

Die Commerzbank beeindruckt trotz umfangreicher Umstrukturierungen mit einem beeindruckenden Gewinn, der nur knapp unter dem Rekordniveau des Vorjahres liegt. Die zweitgrößte deutsche Privatbank meldet für das Jahr 2025 einen Nettogewinn von beachtlichen 2,63 Milliarden Euro. Damit bleibt das Ergebnis nur knapp hinter dem Spitzenwert von 2024 zurück, als die Bank mit 2,7 Milliarden Euro ihren bisher höchsten Gewinn verzeichnen konnte. Aktionäre dürfen sich dennoch freuen, denn die Bank plant, sie mit einer erhöhten Dividende und einem weiteren Aktienrückkauf zu belohnen. Um 7 Uhr wird der Dax-Konzern seine detaillierten Jahreszahlen präsentieren, gefolgt von einer Pressekonferenz mit Bettina Orlopp, der Vorstandschefin, um 10.30 Uhr.
Trotz des finanziellen Erfolgs muss die Commerzbank turbulente Zeiten überstehen. Das Ringen um die Vorherrschaft mit der Unicredit sorgt weiterhin für Unruhe. Die ambitionierten Pläne der Bank, inmitten dieses Übernahmekampfes ihren Kurs zu behaupten, beinhalten kostenintensive Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Effizienz. Bis Ende 2027 sollen etwa 3.900 Vollzeitstellen wegfallen, 3.300 davon in Deutschland. Die dafür veranschlagten einmaligen Kosten belaufen sich auf satte 700 Millionen Euro.
Im Tauziehen mit der Unicredit herrscht mittlerweile Stillstand. Trotz der finanziellen Verflechtungen – Unicredit hält 26 Prozent der Commerzbank-Anteile und könnte über zusätzliche Finanzinstrumente auf weitere drei Prozent zugreifen – zögert Unicredit-Chef Andrea Orcel aufgrund des höheren Aktienkurses mit einem Übernahmeangebot. Dabei wäre er verpflichtet, ab einem Anteil von 30 Prozent ein solches Angebot zu unterbreiten. Aber auch die deutsche Regierung, die mit einem zwölfprozentigen Anteil an der Commerzbank beteiligt ist, zeigt wenig Interesse an einem Verkauf und verweigert das Einverständnis zu einer Übernahme.

