Closed: Modemarke aus Hamburg kämpft um Zukunft
Die renommierte Hamburger Modemarke Closed hat Insolvenz beantragt, wie aus einer Unternehmensmeldung und dem Insolvenzportal der Länder hervorgeht. Hohe Schulden und daraus resultierende Kosten werden als Gründe genannt. Trotz dieser finanziellen Herausforderungen arbeitet die auf Jeans spezialisierte Marke im Kern profitabel. Der Antrag wurde am Dienstag beim Amtsgericht Hamburg eingereicht.
Stefan Denkhaus, der vorläufige Insolvenzverwalter, äußerte seine Hoffnung auf die Fortführung des Unternehmens: "Closed ist eine tolle Marke - ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen Investor für Closed finden und wir Closed als Hamburger Unternehmen erhalten". Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits.
Closed betreibt 27 Filialen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Spanien sowie sechs Outlets und neun Franchisegeschäfte. Erfreulicherweise sind die internationalen Standorte nicht von der Insolvenz betroffen. Das Unternehmen beschäftigt rund 450 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Umsatz von etwa 120 Millionen Euro. Weiterhin bleiben die Geschäfte geöffnet, um den regulären Betrieb aufrechtzuerhalten.
Closed generiert 40 Prozent seines Umsatzes durch den Weiterverkauf von Mode an rund 1.000 Händler, während die eigenen Geschäfte 35 Prozent beitragen. Das florierende Onlinegeschäft verdient sich mit einem Anteil von einem Viertel ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Unternehmensstrategie.

