Clintons sagen im Epstein-Fall vor - Ein Novum im politischen Parkett?
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sowie seine Ehefrau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, haben sich bereit erklärt, im Rahmen der Untersuchung des Epstein-Skandals vor dem US-Kongress auszusagen. Damit reagieren sie auf die drohende Einleitung eines Verfahrens wegen Missachtung des Kongresses, wie aus übereinstimmenden Berichten von CNN und der 'New York Times' hervorgeht.
Nach Monaten des Widerstandes gegen die Teilnahme an der Untersuchung des Falls um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, haben die Clintons nun die Initiative ergriffen, ihrem Auftritt unter Eid zuzustimmen. Gleichzeitig weisen die Anwälte des Paares den Vorwurf zurück, dass es sich um ein politisch gefärbtes Verfahren handle, das vom republikanischen Vorsitzenden des Ausschusses, James Comer, initiiert wurde.
Ob Comer das Angebot der Clintons annimmt, bleibt abzuwarten. Die Republikaner hatten bereits ein Verfahren gegen die Ex-Präsidentenfamilie wegen Missachtung eingeleitet, was in der Geschichte der Vereinigten Staaten beispiellos wäre. Ein Sprecher von Bill Clinton betonte auf der Plattform X, dass das Paar stets in gutem Glauben verhandelt habe und bereit sei, ihre Aussagen unter Eid zu machen.
In der breiten Öffentlichkeit erhielten die Berichte um die Vorladung der Clintons zusätzlichen Zündstoff durch die Tatsache, dass der Name von Bill Clinton in den Ermittlungsunterlagen zu Epstein auftaucht. Der frühere Präsident bestreitet jedoch weiterhin jegliches Fehlverhalten. Epstein, der über Jahre hinweg als Drahtzieher eines Missbrauchsrings fungierte, war 2019 im Gefängnis tot aufgefunden worden, bevor es zu weiteren juristischen Schritten kommen konnte.

