Chipotle trotzt Inflation: Preisanpassungen und strategische Weichenstellungen
Die mexikanische Fast-Casual-Kette Chipotle vermeldete kürzlich eine moderate Preiserhöhung, um den inflationsbedingten Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Laut Laurie Schalow, Chief Corporate Affairs Officer von Chipotle, wurden die Preise erstmals seit über einem Jahr um rund 2 % angehoben.
Diese Bestätigung folgte auf einen Analystenbericht der Finanzgruppe Truist Securities. Der Report zeigt, dass Chipotle die Preise bei 20 % der untersuchten Filialen um 2 % erhöht hat. Der Analyst Jake Bartlett von Truist Securities sieht hierin den Beginn einer landesweiten Einführung höherer Preise und ist optimistisch für die Aktienentwicklung des Unternehmens.
Entsprechend wurde das Kursziel für die Chipotle-Aktie von $72 auf $74 angehoben. Trotz typischer Verbraucheraversion gegenüber Preiserhöhungen könnten die Maßnahmen positive Signale für Chipotle senden. Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer Umbruchsphase nach dem Abgang des CEOs Niccol und enttäuschenden Ergebnissen im dritten Quartal.
Diese wurden unter anderem durch Kritik an uneinheitlichen Portionsgrößen beeinflusst. Die Analyse von Wells Fargo, die 75 Chipotle-Bowls hinsichtlich ihrer Konsistenz prüfte, offenbarte deutliche Unterschiede in den Portionsgrößen. Chipotle hat begonnen, dieses Problem anzugehen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern und negative Reaktionen in sozialen Medien zu mildern.
laut Niccol bleibt eine großzügige Portion unverändert ein Markenkern von Chipotle.

