Chevron und Exxon Mobil trotzen Markterwartungen mit glänzenden Quartalsergebnissen
Der US-Ölgigant Chevron überraschte im dritten Quartal mit einem Gewinn, der die Prognosen der Analysten übertraf. Ein entscheidender Faktor für diesen Erfolg war die milliardenschwere Akquisition des Ölunternehmens Hess, dessen Ergebnisse erstmals in der aktuellen Quartalsbilanz enthalten sind. Chevron ist indes nicht allein auf der Erfolgsspur; auch der Wettbewerber Exxon Mobil legte beeindruckende Quartalszahlen vor, die ebenfalls über den Erwartungen der Experten lagen.
In der frühen Phase des US-Handels konnte sich die Aktie von Chevron um fast drei Prozent verbessern, während die von Exxon Mobil leichte Verluste von 1,5 Prozent hinnehmen musste. Chevron verzeichnete bei dem bereinigten Gewinn je Aktie einen Rückgang um gut ein Viertel auf 1,85 US-Dollar für die drei Monate bis Ende September, was jedoch einen weniger drastischen Rückgang darstellt, als Experten befürchtet hatten. Zwar schrumpfte der Nettogewinn auf 3,6 Milliarden US-Dollar, doch dies stellt lediglich eine Reduktion um rund 20 Prozent dar.
Dank der Übernahme des Hess-Konzerns stieg Chevrons globale Produktion im Berichtszeitraum um imposante 21 Prozent auf 4,1 Millionen Barrel Öl-Äquivalent pro Tag. Der operative Cashflow konnte im Vergleich zum Vorjahr trotz sinkender Ölpreise um etwa ein Fünftel gesteigert werden. Exxon Mobil wiederum profitierte von einem neuen Förderprojekt in Guyana, das zur stabilen Ertragslage beitrug. Trotz eines leichten Rückgangs des bereinigten Gewinns je Aktie auf 1,88 Dollar und einer Schrumpfung des Nettogewinns um 12 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar, übertrafen die Ergebnisse dennoch die Marktprognosen.

