Caterpillar vor Zolldruck: Gefährlicher Kurswechsel im Handelsstreit
Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar sieht sich mit erheblich höheren Belastungen durch die Importzölle der US-Regierung unter Präsident Donald Trump konfrontiert. Die geschätzten Kosten könnten sich in diesem Jahr auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar belaufen, was rund 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro entspricht. Diese deutliche Erhöhung der ursprünglich vor drei Wochen genannten Spanne überrascht.
Zuletzt hatte das Unternehmen im Rahmen seiner Quartalsberichterstattung Anfang August noch eine Bandbreite von 1,3 bis 1,5 Milliarden Dollar kommuniziert. Eine neue Welle von Zöllen und damit verbundene Klarstellungen zwingen den Konzern jedoch zur Korrektur seiner Vorhersagen. Im aktuellen Quartal rechnet Caterpillar nun mit Zollkosten von 500 bis 600 Millionen Dollar, was über den bisherigen Annahmen von 400 bis 500 Millionen Dollar liegt.
Unternehmenschef Joe Creed hatte Anfang des Monats betont, dass Caterpillar Maßnahmen plane, um die negativen Effekte der Zölle abzufedern. Allerdings hielt sich Creed mit Details zu den geplanten Strategien bislang bedeckt, was bei Marktbeobachtern einige Fragen offenlässt.

