Carl Zeiss Meditec: Kursabsturz nach pessimistischer Prognose
Die Papiere von Carl Zeiss Meditec haben einen empfindlichen Rückschlag erlitten und fiel mit 29,90 Euro auf den tiefsten Stand seit Juni 2016. Anlass war eine Korrektur der Erwartungen für das aktuelle Geschäftsjahr, die bei den Anlegern auf wenig Begeisterung stieß und die Aktie um bis zu 15 Prozent einbrechen ließ.
Ein unerwartet schwacher Jahresauftakt führte dazu, dass das Unternehmen nun seine Jahresziele quasi verfehlt sieht. Die vorläufigen Berechnungen zeigen, dass sowohl Umsatz als auch das operative Ergebnis (EBITA) gegenüber dem Vorjahr markant zurückgingen. Das Management kündigte an, die Prognose bis spätestens Mitte Mai zu den Halbjahreszahlen erneut zu prüfen und möglichst klar zu konkretisieren. Bis dahin bleibt Unsicherheit das dominierende Gefühl, was die Investoren erheblich verunsichert.
Analyst Harald Hof von MWB Research hat in Reaktion darauf seine Empfehlung zum Kauf der Aktie zurückgezogen und betonte die gegenwärtig unsichere Planbarkeit. Jonathon Unwin, Experte der Barclays-Bank, sieht insbesondere einen schwächelnden US-Markt für Diagnostik- und Mikrochirurgie-Geräte als problematisch. Die Erwartungen in Nordamerika und China mussten gesenkt werden. Unwin hofft auf detailliertere Informationen im finalen Quartalsbericht, der Mitte Februar erscheinen soll.

