Carl Zeiss Meditec kämpft mit Herausforderungen: Jahresziele in Gefahr
Der renommierte Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec sieht sich nach einem unerwartet schwachen Jahresauftakt gezwungen, seine ambitionierten Ziele für das Geschäftsjahr 2025/26 zu überdenken. Bereits die ersten drei Monate des Geschäftsjahres zeigten ein deutliches Minus im Vergleich zum Vorjahr. Dies ließ das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag verlautbaren. Die bisher avisierten Jahresziele für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr stehen auf der Kippe und werden gegenwärtig einer gründlichen Überprüfung unterzogen.
Der Vorstand von Carl Zeiss Meditec beabsichtigt, zeitnah konkrete neue Zielvorgaben sowie Details zu anstehenden Umbau- und Kostensenkungsmaßnahmen zu präsentieren. Spätestens im Mai, im Rahmen der Halbjahresergebnisevaluation, sollen diese Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die negative Reaktion am Finanzmarkt ließ nicht lange auf sich warten: Ein Kurseinbruch von etwa 12 Prozent war die unmittelbare Konsequenz der Nachrichtenlage.
Eine vorläufige Berechnung ergab, dass der Umsatz im ersten Geschäftsquartal auf 467 Millionen Euro fiel, während dieser im Vorjahr noch bei 490 Millionen Euro lag. Das operative Ergebnis (Ebita) reduzierte sich drastisch von 35 auf 8 Millionen Euro. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung sah das Unternehmen in ungünstigen Währungseffekten und einem bereits angekündigten Umsatzrückgang bei einer bifokalen Intraokularlinse in China. Hinzu kommen das schwächelnde Investitionsklima in der Region Americas und Kalenderkomplikationen rund um das chinesische Neujahrsfest, die die refraktiven Behandlungen beeinträchtigten. Darüber hinaus war das Vorjahresquartal durch außergewöhnlich hohe Geräteausschüttungen gekennzeichnet.
Den vollständigen Quartalsbericht plant Carl Zeiss Meditec am 12. Februar zu veröffentlichen.

