Cannes setzt Kurs auf Nachhaltigkeit: Restriktionen für Kreuzfahrtschiffe
Die malerische Küstenstadt Cannes schränkt künftig die Anzahl großer Kreuzfahrtschiffe in ihrer Bucht drastisch ein. Ab dem kommenden Jahr wird pro Tag nur noch ein Schiff mit Platz für mehr als 3.000 Passagiere zugelassen.
Auf das Jahr gerechnet bedeutet dies, dass nur 34 dieser schwimmenden Giganten die Bucht von Cannes befahren dürfen, mit einer weiteren Reduzierung auf 31 Schiffe im Jahr 2027. Dies beschränkt die tägliche Anzahl von Kreuzfahrtgästen in der Stadt auf maximal 6.000. Diese Maßnahmen sollen langfristig zu einer Veränderung der Kreuzfahrtlandschaft führen.
Bis 2030 plant Cannes, nur noch Schiffe mit maximal 1.300 Passagieren zu gestatten. Ziel ist es, die Stadt für kleinere, modernere und umweltfreundlichere Schiffe attraktiv zu machen, die auch ästhetisch ansprechender sind. Der Bürgermeister der Stadt, David Lisnard, hebt hervor, dass die Bucht von Cannes ein ökologisches Juwel und eine wichtige Quelle der Biodiversität ist, die es zu schützen gilt.
Bereits in der Vergangenheit hat die Stadt strikte Umweltschutzauflagen eingeführt. Im Jahr 2022 beherbergte Cannes auf seinen Gewässern noch 175 Kreuzfahrtschiffe, die insgesamt 460.000 Gäste anlandeten.
Die großen Schiffe selbst legen dabei nicht im Hafen an, sondern ankern draüßen in der Bucht, während die Passagiere mit kleineren Shuttleschiffen an Land gebracht werden. Die neuen Beschränkungen werden durch einen Vertrag mit der Gesellschaft umgesetzt, die den kleinen Hafen der Stadt verwaltet.
Cannes steht mit diesen Maßnahmen nicht allein da. Auch die benachbarte Stadt Nizza hat kürzlich angekündigt, im Kampf gegen Übertourismus ab diesem Sommer nur noch Schiffe mit bis zu 900 Passagieren zu erlauben. Dies zeigt, dass die französische Riviera gemeinsame Anstrengungen unternimmt, um den Massentourismus zu kontrollieren und die Umwelt zu schützen.

