Cancom unter Druck: IT-Dienstleister kämpft mit Verlusten
Im laufenden Jahr sieht sich der IT-Dienstleister Cancom mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Im zweiten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 424.000 Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 7,1 Millionen Euro eingefahren wurde. Diese Zahlen wurden am Dienstag vom SDax-gelisteten Unternehmen in München präsentiert.
Bereits zuvor wurden vorläufige Zahlen veröffentlicht, die ebenfalls wenig Hoffnung boten. Besonders die zurückhaltende Nachfrage aus dem Mittelstand, insbesondere in Deutschland, belastet das Geschäft. Bedingt durch die aktuellen Entwicklungen sah sich Cancom gezwungen, Ende Juli den Ausblick zu korrigieren. Diese Anpassungen wurden nun im Halbjahresbericht bestätigt.
Der Umsatz verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,4 Prozent und lag damit bei 393,2 Millionen Euro. Besonders das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zeigt mit einem Rückgang von über einem Drittel auf 15,7 Millionen Euro die angespannte Lage. Das Management hält trotz der Herausforderungen am Ziel fest, für das Gesamtjahr zwischen 1,65 und 1,75 Milliarden Euro Umsatz sowie ein Ebitda von 100 bis 110 Millionen Euro zu erreichen.
Der Markt reagierte entsprechend: Die Cancom-Aktie verzeichnete am Nachmittag einen Rückgang von knapp fünf Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Werten im SDax.

