Cancom trotzt zurückhaltender Investitionslaune mit Kursplus
Cancom, der Münchner IT-Dienstleister, steht weiterhin vor der Herausforderung einer zögerlichen Investitionsbereitschaft seiner Kunden. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen laut aktuellen Mitteilungen ein Umsatzwachstum von lediglich 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erzielte einen Umsatz von 423,9 Millionen Euro. Gleichzeitig sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um nahezu 13 Prozent auf 27 Millionen Euro. Trotz dieser Rückgänge hatten Analysten einen noch stärkeren Verlust prognostiziert, was dem Unternehmen eine gewisse Erleichterung verschaffte.
Bereits kurz nach dem Handelsbeginn konnte die Cancom-Aktie spürbar um fast sieben Prozent auf 25,65 Euro zulegen. Damit erhöhte sich der Kursgewinn seit Jahresanfang auf über zehn Prozent, obwohl das Papier im Laufe des Jahres wiederholt Einbrüche hinnehmen musste. Die erhoffte Belebung der Nachfrage seitens der Unternehmen und Behörden ließ bislang weitgehend auf sich warten.
Vorstandschef Rüdiger Rath äußerte in einer Stellungnahme Hoffnung auf eine positive Wende, indem er von "Anzeichen einer Stabilisierung und Erholung" sprach. Für das traditionell starke vierte Quartal sieht sich der Konzern gut aufgestellt, um die im Juli reduzierten Jahresziele zu erreichen. Dennoch bleibt die Investitionsneigung aus privatem und öffentlichem Sektor zurückhaltend. Der Nettogewinn des Unternehmens sank im Jahresvergleich von 9,3 Millionen Euro auf nunmehr 7,6 Millionen Euro.

