Call of Duty Leak-Insider plötzlich gestoppt – Activision greift jetzt hart durch
Viele Jahre lang gehörten seine Posts für Fans von Call of Duty fast schon zum Alltag. Wenn irgendwo neue Details über kommende Teile der Shooter-Reihe auftauchten, war der Name „The Ghost of Hope“ (oder einfach nur „Hope“) meist nicht weit entfernt. Doch jetzt ist plötzlich Schluss damit. Der bekannte Insider hat selbst bestätigt, dass Activision rechtlich gegen ihn vorgegangen ist. In einem Beitrag auf X.com erklärte er, dass der Publisher ihn offiziell aufgefordert habe, keine vertraulichen Informationen mehr zu veröffentlichen.
Damit endet vorerst eine der bekanntesten Leak-Quellen der CoD-Community.
In seinem Statement schreibt der Insider offen, dass Activision ihn rechtlich dazu verpflichtet habe, das Veröffentlichen von internen Informationen einzustellen. Vermutlich geschah das über eine sogenannte „Cease-and-Desist-Aufforderung“, also eine formale Unterlassungsforderung.
Der Leaker erklärt: „Activision hat mich rechtlich aufgefordert, die Weitergabe vertraulicher Informationen zu Call of Duty/Activision zu unterlassen, und ich komme dieser Aufforderung nach. Ich werde aber weiterhin hier bleiben und über offizielle Call-of-Duty-Informationen sowie alles, was nicht mit Leaks oder vertraulichen Informationen zu tun hat, plaudern. Danke für die letzten Jahre!“
Für viele Fans kam diese Nachricht überraschend. Schließlich gehörte der Insider zu den bekanntesten Stimmen, wenn es um frühe Hinweise zu kommenden Call-of-Duty-Projekten ging. Viele Kommentare auf X.com beschränken sich auf Memes, die Personen zeigen die zum letzten Gruß salutieren.
Leaks sorgen regelmäßig für Spannungen in der Gaming-Branche
Die Situation zeigt ein Problem, das die Gaming-Branche schon seit Jahren begleitet. Einerseits lieben Fans frühe Informationen über neue Games. Andererseits sehen Entwickler darin ein echtes Risiko. Leaks können Inhalte spoilern, unfertige Ideen verbreiten oder Erwartungen erzeugen, die ein Spiel später gar nicht erfüllen kann.
Bevor Activision einschritt, veröffentlichte „The Ghost of Hope“ noch mehrere größere Leaks über mögliche kommende Spiele der Reihe. Offiziell bestätigt ist davon natürlich nichts, aber einige Aussagen haben auch uns beschäftigt.
So soll das Call of Duty-Spiel in diesem Jahr den Untertitel Modern Warfare 4 tragen und die Kampagne soll eine Handlung rund um den Nord- und Südkorea-Krieg enthalten.

„Hope“ hatte bereits früher viele Details u.a. zu Call of Duty: Black Ops 7 Zombies geleakt, die sich als wahr herausgestellt haben. – Bild: Activision
Auch über das Spiel danach gab es angebliche Details. Laut dem Insider soll das übernächste CoD von Sledgehammer Games entwickelt werden. Dabei handle es sich um eine komplett neue Sub-Reihe ohne den Namen Modern Warfare oder Black Ops. Besonders ungewöhnlich: Das Spiel könnte angeblich Nahkampfmechaniken mit Kampfsport-Techniken wie Kicks oder Karate-Schlägen enthalten.
Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte der Leaker außerdem eine weitere Behauptung. Demnach könnte ein eigenständiges Zombies-Spiel parallel zu Modern Warfare 4 erscheinen. Als möglichen Grund nannte er eine angebliche Verzögerung der nächsten Xbox-Generation. Der offizielle CoD-Account auf X.com widersprach dieser Behauptung jedoch sofort öffentlich. Vielleicht waren es diese „Leaks“, die das Fass bei Activision zum Überlaufen brachten. Allerdings nur eine Vermutung und damit stehe ich wohl nicht alleine.
Community reagiert gespalten auf das Ende der Leaks
In den Kommentaren unterhalb des X.com-Beitrags zeigt die Community gemischte Reaktionen. Einige Fans sind enttäuscht, weil „The Ghost of Hope“ oft früh Hinweise auf kommende Inhalte geliefert hat. Andere verstehen die Entscheidung von Activision. Manche Fans argumentieren, dass frühe Infos für Hype sorgen. Andere glauben, dass genau diese Erwartungen später zu Enttäuschungen führen können.
Eines ist jedenfalls klar: Mit dem Ende dieser Leak-Quelle wird es deutlich schwieriger, vorab an Informationen über zukünftige Call of Duty-Titel zu kommen.


