Bungies Marathon bekommt ersten Patch und der räumt gleich mit einem echten Ärgernis auf
Bungies Marathon ist seit wenigen Tagen draußen, und der Start lief trotz einiger Stolpersteine besser als erwartet. Doch eine Sache hat die Community von Anfang an gestört – und sie hat laut genug protestiert, dass Bungie bereits reagiert. Noch diese Woche rollt der erste Patch aus, der nicht nur die Spielbalance anpackt, sondern auch ein ziemlich offensichtliches Mikrotransaktionsproblem geradebiegt.
Das LUX-Bundle war eine Falle – und Bungie gibt es zu
Kurz nach dem Launch fiel Spielern auf, dass das rund 9 Euro teure LUX-Bundle genau 1.100 LUX enthielt. Das klingt großzügig, bis man feststellt, dass Kosmetikartikel im Spiel mindestens 1.120 LUX kosten. Ein Bundle, das nicht mal für einen einzigen Kauf reicht – das ist die Art von Preisgestaltung, die Spieler zu Recht auf die Palme bringt. Bungie hat die Kritik offenbar ernst genommen und korrigiert das Bundle auf 1.120 LUX. Wer das Paket bereits erworben hat, bekommt die fehlenden 20 LUX nachträglich gutgeschrieben. Ein kleiner Schritt, der zumindest zeigt, dass das Studio zuhört – auch wenn die grundsätzliche Diskussion über Kosmetikpreise und den Einmalverbrauch von Lackierungen im Belohnungspass damit noch lange nicht erledigt ist. Bungie selbst deutete an, dass man weitere Wege prüfe, damit sich Ausgaben im Spiel wirklich lohnenswert anfühlen. Man darf gespannt sein, was da noch kommt.
Mehr Munition, mehr Übersicht – der Patch verbessert das Spielgefühl spürbar
Neben den wirtschaftlichen Korrekturen enthält der Patch auch substanzielle Änderungen am Gameplay. Auf der Karte Perimeter werden zusätzliche Sanitätsschränke und Munitionskisten platziert, was besonders in hektischen Gefechten für etwas mehr Luft sorgt. Außerdem erhalten die kostenlosen Ausrüstungspakete der Sponsoren CyberAcme, MIDA und Arachne mehr Startmunition – ein Zugeständnis an Spieler, die sich nicht über jeden einzelnen Schuss Gedanken machen wollen, bevor das erste Feuergefecht überhaupt beginnt. Dazu wird die Sichtweite für Zielpunkte auf der Karte von 10 auf 20 Meter verdoppelt, was die Navigation im oft farblich überladenen Spielgeschehen merklich erleichtern dürfte – zumal die UESC-Roboter einem ohnehin keine ruhige Sekunde lassen.
Der Start: Solide, aber kein Triumph
Marathon ist für die Xbox Series X/S, die PS5 und den PC erhältlich und kam zu einem für Bungie durchaus respektablen Einstand. Auf Steam verzeichnete das Spiel einen Spitzenwert von knapp 88.400 gleichzeitigen Spielern – ein anständiges Ergebnis, allerdings deutlich unter dem, was der vorherige Testlauf, der sogenannte Server Slam, an Interesse geweckt hatte. Die täglichen Spitzenwerte stabilisierten sich seitdem bei rund 75.000 Spielern, was für eine anhaltende, wenn auch überschaubare Spielerbasis spricht. Ob Marathon langfristig genug Zugkraft entwickelt, um sich in einem hart umkämpften Markt zu behaupten, wird maßgeblich davon abhängen, wie konsequent Bungie auf das Feedback der Community eingeht – und ob die nächsten Patches mehr als nur Schadensbegrenzung betreiben.


