Bundeswehr-Konvoi beschossen - Keine Verletzten
Die Soldaten hätten das Feuer erwidert und «den Feind» zum Ausweichen gezwungen. «Bei beiden Vorfällen wurden keine deutschen Soldaten verwundet, es entstand kein Materialschaden», hieß es weiter. Im unruhigen Süden des Landes kam unterdessen ein britischer NATO-Soldat ums Leben.
Nach Angaben der afghanischen Polizei befand sich der Konvoi auf dem Weg von Kundus in den Nachbarprovinz Baghlan. Dort seien die Soldaten inzwischen ohne weitere Zwischenfälle eingetroffen, erklärte die Bundeswehr. Die Route liegt unweit des Unruhedistrikt Char Darah, in dem die Bundeswehr Mitte Juli die bislang größte Offensive gegen die Taliban geführt hatte. Unmittelbar nach der Operation waren die Aufständischen jedoch wieder in die Region zurückgekehrt.
Bei einem Anschlag in der südlichen Unruheprovinz Helmand starb ein britischer Soldat. Wie die Internationale Schutztruppe ISAF am Sonntag mitteilte, befand sich der Mann auf Patrouille, als am Vortag ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Erst am Donnerstag waren in Helmand drei britische Fallschirmjäger getötet worden.
Vor den Präsidentschaftswahlen in knapp zwei Wochen hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan erheblich verschärft. Seit Anfang August starben nach Angaben des Internetdienstes icasualties.org 19 ausländische Soldaten. Der Juli war mit 76 Toten der bislang verlustreichste Monat für die internationalen Truppen. Auch in der Region Kundus, wo mehr als 1100 deutsche Soldaten stationiert sind, hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen Monaten immer weiter zugespitzt.

