Bundesumweltministerium und DIHK zeichnen über 200 junge Energie- Scouts deutscher und europäischer Unternehmen aus
Energie und Ressourcen sparen im Betrieb

17. Juni 2025, 14:14 Uhr · Quelle: Pressebox
Das Bundesumweltministerium und die DIHK ehrten über 200 junge Energie-Scouts für ihre Beiträge zur Energieeffizienz, die jährlich Einsparungen von 12 Millionen Euro und 47.000 Tonnen CO2 ermöglichen. Die Scouts entwickeln innovative Lösungen zur Reduktion von Energiekosten und Umwelteinflüssen in deutschen und europäischen Unternehmen.

Berlin, 17.06.2025 (PresseBox) -

Gemeinsame Pressemitteilung

Energie-Scouts in Deutschland und Energy Scouts in Europa entwickeln praktische Effizienzmaßnahmen im eigenen Betrieb und senken gleichzeitig Kosten und Umwelteinflüsse in ihren Unternehmen. Dieses Engagement ehrten Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUKN), und Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) heute in Berlin. Sie zeichneten in einer gemeinsamen Veranstaltung des „Unternehmensnetzwerk Klimaschutz“ und „Young Energy Europe“ die besten Energie- und Energy Scouts Teams des aktuellen Jahrgangs aus. Die Scouts des Jahres 2024 deckten insgesamt ein Einsparpotenzial von zwölf Millionen Euro Energiekosten und 47.000 Tonnen CO2 auf.

Jedes Jahr qualifizieren bundesweit 65 IHKs über 1.000 Energie-Scouts in deutschen Unternehmen. Analog schulten Auslandshandelskammern (AHKs) im vergangenen Jahr in zehn Ländern 238 Energy Scouts im Rahmen des Projektes Young Energy Europe. Die Auszubildenden und jungen Fachkräfte durchlaufen dabei ein mehrtägiges Energieeffizienz-Training und setzen anschließend ein konkretes Energiesparprojekt um. Die besten Projekte werden jährlich im Wettbewerb ermittelt und die Scouts in einer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin ausgezeichnet.

Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer lobte die wichtige Arbeit der Energie- und Energy Scouts für ihre Betriebe: „Mit ihrem Know-how werden die Scouts zu besonders wertvollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Unternehmen. Aus der Qualifizierung nehmen die jungen Menschen offene Augen für Einsparpotenziale, ein technisches Grundverständnis für Energie- und Ressourceneffizienz und die Fähigkeit mit, Verbesserungsmaßnahmen anzustoßen. Sie leisten damit einen echten Beitrag zur Energieeffizienz in ihrem Betrieb – und helfen so mit, das Unternehmen im internationalen Wettbewerb zukunftsfähig aufzustellen."

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, unterstrich die Bedeutung der deutschen und europäischen Scouts für den erfolgreichen Wandel hin zur Klimaneutralität in den Betrieben: „Junge Mitarbeiterzeigen, wie Klimaschutz in Unternehmen gehen kann. Die Leistung und Ergebnisse der engagierten jungen Menschen sind enorm. In jedem Unternehmen finden die Scouts noch ungenutzte Potenziale, Energie effizient zu nutzen und einzusparen und erneuerbare Energien zu nutzen. Sie zeigen damit nicht nur, mit welchem Engagement und Ehrgeiz sich Energieeffizienz und Klimaschutz vorantreiben lassen. Sie verschaffen vor allem ihren Unternehmen auch handfeste ökonomische Vorteile. Dieses Engagement ist vorbildlich und hat echtes Zukunftspotenzial.“

Die diesjährigen Gewinnerder deutschen Energie-Scouts

Auf deutscher Seite hatten sich insgesamt 55 Teams in regionalen Entscheiden für die bundesweite Bestenehrung qualifiziert. Die diesjährigen Gewinnerder deutschen Sonderpreise haben sich mit ihren Projekten in den Kategorien Energie und Klima, Ressourceneffizienz und Biodiversität besonders hervorgetan.

In der Kategorie “Energie und Klima” überzeugte bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen die Häfner & Krullmann GmbH von der Leopoldshöhe (Kreis Lippe), Mitglied der IHK Lippe zu Detmold, die Jury mit einem Projekt zur Optimierung der Nutzung von Spritzgusswerkzeugen. Insgesamt spart das Unternehmen mit der Maßnahme 0,714 Tonnen CO2 und 1,93 Megawattstunden (MWh) Energie jährlich ein.

Bei der Kategorie „Energie und Klima – große Unternehmen“ hatte die Salutas Pharma GmbH aus Barleben (IHK Magdeburg) mit einer Optimierung der Dampfkesseltechnik die Nase vorn. Durch ein neues Betriebskonzept der Dampfkessel und demontierbaren Isoliermatten zur Reduktion von Wärmeverlusten spart das Unternehmen 238 MWh Wärmeenergie und 43,3 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

In der Kategorie „Ressourceneffizienz“ konnte sich die Röchling Industrial Xanten GmbH aus Xanten der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve mit einem Projekt zur Wiederverwendung von Einwegpaletten durchsetzen. Durch die Bewertung von noch benutzbaren Paletten und der Schulung von Mitarbeitenden können bis zu 50 Prozent der Paletten wiederverwertet werden. Hierdurch können rund 18 Tonnen Holz und über 50 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Die Stadtwerke Emden der IHK Ostfriesland und Papenburg überzeugten die Jury in der Kategorie „Biodiversität“ mit einem internen Marketplace. Durch den Verkauf unbenutzten Inventars über diesen Marketplace sollen Erlöse generiert werden, die in eine Dachbegrünung reinvestiert werden. Die Dachbegrünung wiederum schafft neue Lebensräume für Kleinstlebewesen, reduziert Abwasser und hat eine natürliche Dämm- und Kühlwirkung.

Europäische Energy Scouts bringen grenzüberschreitenden Klimaschutz voran

Die 238 europäischen Energy Scouts aus 83 Unternehmen deckten 2024 in insgesamt 102 praktischen Projekten Effizienzpotenziale auf, die zu jährlichen Kosteneinsparungen im Umfang von 9,1 Millionen Euro führen. Diese stammen größtenteils aus Stromeinsparungen (fast 47.000 MWh), aber auch aus der abnehmenden Nutzung fossiler Energieträger (Erdgas, Diesel, Heizöl). Insgesamt errechneten die Energy Scouts ein Potenzial zur Vermeidung von über 37.000 Tonnen CO2 pro Jahr in ihren betrieblichen Prozessen. Die Ehrung der besten 27 Energy Scouts Teams aus zehn europäischen Ländern stellte den Höhepunkt der dreitägigen Vernetzungstage in Berlin dar.

Hintergrundinformationen:

Zum Unternehmensnetzwerk Klimaschutz: Das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz (UNK) der IHK-Organisation ist Informations- und Austauschplattform zum betrieblichen Klimaschutz – von der CO2-Bilanzierung bis zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Im UNK kommen bereits über 1.300 Unternehmen verschiedener Größen und Branchen zusammen, um gemeinsam betrieblichen Klimaschutz voranzubringen. Zum Angebot gehören beispielsweise Webinare und Workshops, der KlimaGuide zur Maßnahmenplanung und Qualifizierungsangebote wie das Energie-Scouts-Programm.

Weitere Informationen zum UNK finden Sie auf der www.klima-plattform.de. Das UNK ist ein vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördertes Projekt der Industrie- und Handelskammern. Projektdurchführende ist die DIHK Service GmbH.

Zu Young Energy Europe: Seit 2018 bieten die bilateralen Auslandshandelskammern (AHKs) im Rahmen des Projekts Young Energy Europe eine Qualifizierung für junge Fachkräfte zum Energy Scout an - aktuell in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien. Insgesamt qualifizierten sich bisher 1.375 Energy Scouts. Basierend auf der Bilanz 2024 spart jeder Energy Scout im Unternehmen rund 38.000 € Energiekosten, 197 MWh Strom und damit verbunden Emissionen in Höhe von 157 t CO2. Der Trend bei Einspar- und Effizienzmaßnahmen: vor allem Photovoltaikprojekte mit Eigenstromverbrauch, gefolgt von Projekten im Bereich Beleuchtung und Mobilität. Besonders attraktiv für Unternehmen sind Konzepte zur Abwärmenutzung und die Optimierung der Druckluftsysteme – hier amortisieren sich Investitionen oft schon nach wenigen Wochen.

Das Projekt Young Energy Europe wird von der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) gefördert. Die EUKI ist ein Finanzierungsinstrument des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Projektdurchführende ist die DIHK Service GmbH.
Mehr Informationen unter http://www.young-energy-europe.eu

Energie- / Umwelttechnik
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