Bundesumweltminister Schneider unterstützt deutsch-niederländisches Gasförderabkommen

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat sich ausdrücklich hinter das zwischen Deutschland und den Niederlanden geschlossene Abkommen zur Gasförderung in der Nordsee vor Borkum gestellt. Schneider erklärte in einem Interview, dass es sich dabei um ein genehmigtes Verfahren handle, das seiner vollen Unterstützung sicher sei. Gleichwohl hob er die Bedeutung des Meeresschutzes hervor, der im Rahmen der Vereinbarungen ebenfalls vorangetrieben werde.
Während die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in Bezug auf die Gasförderung bereits geregelt ist, steht die Zustimmung seitens des deutschen Bundesrats und Bundestags noch aus. Am kommenden Freitag wird der Bundesrat das Thema erörtern, wenngleich eine verbindliche Entscheidung erst nach einem Bundestagsbeschluss erwartet wird.
Schneider verfolgt zudem ehrgeizige Pläne für den Schutz maritimer Ökosysteme. Die Bundesregierung plant, die Öl- und Gasförderung in sechs ausgewiesenen Meeresschutzgebieten der Nord- und Ostsee zu untersagen. Hierfür sei die Unterstützung des Bundestages entscheidend, betont Schneider, der von der größten Erweiterung oder Stärkung der Meeresschutzgebiete in der Geschichte Deutschlands spricht.
Die Schutzgebiete in Deutschlands Ausschließlicher Wirtschaftszone umfassen derzeit etwa 10.000 Quadratkilometer und verbieten bereits bestimmte kommerzielle Tätigkeiten. Eine Ausnahme bildet das Gasfeld vor Borkum, das von den neuen Regelungen unbeeinträchtigt bleibt. Allerdings könnten benachbarte Felder des niederländischen Unternehmens One-Dyas in Zukunft vom Förderverbot betroffen sein.

