Bundeshaushalt 2027: Kurs auf politische Einigkeit und finanzielle Konsolidierung
Bei der Aufstellung des anspruchsvollen Bundeshaushalts 2027 demonstrieren die Parteichefs der schwarz-roten Koalition Entschlossenheit zur politischen Geschlossenheit. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD äußerte nach den Beratungen des Koalitionsausschusses den Wunsch, die traditionellen nächtlichen Koalitionssitzungen sowie öffentliche Streitigkeiten bei der Haushaltsplanung zu vermeiden.
Die Parteivorsitzenden sind bemüht, umgehend gemeinsame Entscheidungen zu treffen, sagte Klingbeil. Kanzler Friedrich Merz von der CDU hob hervor, dass alle Koalitionspartner sich der Tragweite der Aufgabe bewusst sind. Es gehe nicht allein um den Haushalt 2027, sondern ebenfalls um die Etats für 2028 und 2029.
Merz wies auf eine kommunikative Herausforderung hin: Der Regierung stehe die anspruchsvolle Aufgabe bevor, der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum trotz umfangreicher Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur ein erheblicher Konsolidierungsbedarf bestehe. Eine Haushaltlücke von über 30 Milliarden Euro für 2027 müsse geschlossen werden, erläuterte Klingbeil, und betonte dabei den Anspruch an Gerechtigkeit und die Bereitschaft zu Zugeständnissen während der Verhandlungen.

